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White Dwarf 128 - August 2006
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 02.08.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 5,95 Euro


Das Cover mit Legolas und Gimli gibt den Schwerpunkt der Ausgabe vor. Das Erscheinen von gleich zwei Erweiterungen für das Herr der Ringe-TableTop ist das zentrale Thema dieses White Dwarf. Die beiden Bände widmen sich zum einen Themenarmeen, zum anderen den Szenarien des Films Die zwei Türme. Die zahlreichen Figuren, die dazu angepriesen werden, sind allerdings größtenteils einige Jahre alt und wurden unverändert in die neue Edition des Spiels übernommen. Des Weiteren scheinen die Boxen zu den Themenarmeen etwas unausgeglichen zu sein. Zwar kosten alle knapp 80 Euro, doch sind in der Box der "Verteidiger Minas Tiriths" 40 Miniaturen für etwa 400 Punkte enthalten, in der Box "Die Legionen der weissen Hand" für den gleichen Preis ganze 65 Miniaturen, die mehr als 600 Punkte wert sind.

Neben einer Erläuterung des Inhalts des Legionen von Mittelerde-Ergänzungsbandes und der immerhin 49 thematischen Armeelisten des Bandes, werden fünf Armeen vorgestellt, die zumindest grob auf den vorher bereits großformatig angepriesenen Armeeboxen beruhen. Dazu gibt es noch einen Schlachtbericht in den Ruinen Osgiliaths. Die Schlachtberichte dieser Ausgabe haben sich im Vergleich zu den letzten Ausgaben verbessert. Nun findet man zumindest eine taktische Übersichtskarte, welche die Positionen der Figuren auf dem Schlachtfeld nachvollziehen lässt. Bei dem Die zwei Türme-Band beschränkten sich die Entwickler nicht nur darauf, Szenen aus dem Film nachzustellen, sondern entwickeln auch neue Figuren anhand der Romanvorlage und des Themas der Umgebung. So enstanden etwa die Morgul-Schleier, Orks die unter dem verderbenden Einfluss des Hexenkönigs in vampirartige Monster verwandelt wurden.

Abseits von Herr der Ringe geht Jervis Johnson in der Standartenträger-Kolumne auf die kommende Edition von Warhammer ein und erklärt, dass das neue Warhammer das beste ist, das sie jemals hatten. Hier wären interessante Anekdoten aus den diversen Editionen oder eine Übersicht der wichtigsten Neuerungen unterhaltsamer und informativer gewesen als der schlichte Aufruf zum Konsum der neuen Edition. Des weiteren werden die Echsenmenschen mit zwei Armeelisten knapp vorgestellt, allerdings ohne taktische Hinweise. Schließlich findet sich wieder ein Artikel des 'eavy Metal-Teams über Helden der Hochelfen, der irgendwo zwischen Schaukasten und Bemalanleitung anzusiedeln ist, aber keinen der beiden Ansprüche wirklich erfüllen kann.

Warhammer 40.000 erhält einen Schlachtbericht, in dem die Ultramarines gegen Necrons in einem Stadtgelände kämpfen. Aufgrund der unübersichtlichen Komprimierung der Kampfbeschreibung und der ineffektiven Armeeaufstellung der Space Marines aber nur ein sehr schwacher Bericht. Die kurze Vorstellung der Eldar Ranger ist zwar sehr engagiert, kommt aber nicht an die alten Index Xenos-Berichte früherer Ausgaben heran.

Der deutsche Abschnitt enthält wieder die Sahnehäubchen der Ausgabe, wenn auch sehr viel Platz für Ankündigungen, regionale Turniere und Händlerlisten verbraucht wird. Dazu noch die üblichen Berichte der Grand Tournament Heats und dem Drakenburg Kampagnenwochenende. Vor allem aber findet sich hier eine sehr gelungene Vorstellung des Spezialistensystems Necromunda, welche gut erklärt, wie man Kämpfe mit diesem kostenlos auf der Games Workshop-Seite zu beziehenden Regelwerk austrägt. Das zweite Highlight ist ein gut geschriebener Schlachtbericht Skaven gegen Waldelfen, der nicht nur eine Revanche des Spielberichtes aus White Dwarf 57 ist, sondern auch in der Tradition der klassischen Schlachtberichte steht, in denen jeder Zug ausführlich behandelt wird. Die Fotos sind aber etwas zu dunkel und nicht so stimmungsvoll inszeniert wie bei den internationalen Schlachtberichten. Dazu wurde der Schlachbericht auch mit der neuen Edition von Warhammer gespielt, so dass man bereits einen kleinen Ausblick auf die Veränderungen erhält.

Der White Dwarf weist zwar Verbesserungen gegenüber der letzten Ausgabe auf, ist aber immer noch schwach. Positiv sind die Artikel der deutschen Redaktion hervorzuheben, die nicht nur interessant zu lesen sind, sondern auch auf das Feedback der Leser eingehen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die internationale Redaktion der Zeitschrift sich ein Beispiel an der deutschen nimmt.




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