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Zauberin des Lichts
Von Katrin Weiser

Rezension erschienen: 08.08.2006, Serie: Belletristik, Autor(en): Terry McGarry, Verlag: Heyne Verlag, Seiten: 820 + 9 Seiten Anhang, Erschienen: 2006, Preis: 14,00 Euro


Was ist eine Magierin, die nicht zaubern kann? Dieser Frage muss sich die junge Liath stellen, als ihre Fähigkeit gerade in dem Augenblick versiegt, als sie ihre Ausbildung abgeschlossen hat. Voller Verzweiflung macht sie sich auf, die mächtigen Ennead aufzusuchen, damit sie sie heilen. Diese senden sie auf eine lange Reise über die Insel der Magier, Eiden Myr, auf der Suche nach einem Schwarzmagier, der die Welt, wie sie sie kennt und liebt, vernichten will. Während Liath diesen Magier verfolgt, um ihm das Handwerk zu legen, erfährt sie die Wahrheit über sich, die Magiergemeinschaft und ihre Heimatwelt.

Ein Buch, in dem Buchstaben sich zu einer zauberhaften Geschichte formen, die sich vor dem geistigen Auge des Lesers in Bilder verwandelt: So, wie die Magie, die in diesem Werk beschrieben wird, wirkt die Erzählung durch diese drei magischen Komponenten auf den Leser und fesselt ihn an eine spannende Lektüre. Der Handlungsstrang, der sich auf Liaths Erlebnisse konzentriert, wird immer wieder durch kurze Kapitel unterbrochen, die erst im Lauf der Zeit ihre Bedeutung preisgeben. Auf diese Weise entsteht eine fesselnde Geschichte, die immer wieder überraschende Enthüllungen aufweist und selbst die Runen und Zeichen, die den Kapiteln voranstehen, schließlich ohne Worte erklärt. Durch die zahlreichen Wendungen, die sich in dem Roman ergeben, ist es schwierig, den Inhalt zu erzählen, ohne dieses Flechtwerk zu zerstören und zu viel zu verraten.

Da Liath auf ihrer Reise zahlreichen Menschen begegnet, die nur kurz erwähnt werden aber dennoch für den Ausgang wichtig sind, ist es hilfreich, dass es einen Anhang gibt, der neben einem Glossar auch die wichtigsten Personen aufführt. Das kann eine sehr willkommene Stütze für den Leser sein, der nicht die Zeit hat, die mehr als 800 Seiten in wenigen Tagen durchzulesen.

Fazit: Ein spannender und vielschichtiger Roman, bei dem man versucht ist, gleich noch einmal von vorn zu beginnen, wenn man das Buch zu Ende gelesen hat, um mit dem inzwischen gesammelten Wissen die Geschehnisse aus einer neuen Perspektive beobachten zu können. Diese Eigenschaft, die gewöhnlich eher Krimis zueigen ist, macht "Zauberin des Lichts" zu einem Muss in jedem guten Fantasy-Regal.




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