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Ulldart - Zeit des Neuen 2: Brennende Kontinente
Von Hendrik Ebbers

Rezension erschienen: 29.08.2006, Serie: Belletristik, Autor(en): Markus Heitz, Verlag: Piper Verlag GmbH, Seiten: 461, Erschienen: 2006, Preis: 9,95 Euro

Mit "Zeit des Neuen 2: Brennende Kontinente" ist ein neuer Teil der Ulldart-Serie von Markus Heitz erschienen. Es kommt als standardmäßiges Taschenbuch mit über 450 Seiten daher. Einzige Besonderheit sind zwei Karten über die Regionen Ulldarts zu Beginn des Buches.
Die Serie spielt auf dem Kontinent Ulldart in einer stark mittelalterlich angehauchten Fantasywelt. Drachen oder Elfen sucht man in dieser Welt allerdings vergebens. Es gibt lediglich ein paar fremde Rassen und ein paar Zauberkundige. Dies macht die Serie aber oft so reizvoll, da viele dieser Wesen erst sehr spät erscheinen und die Magie sich im Verlauf der mittlerweile acht Romane stark verändert. Eine weitere Besonderheit der Ulldart-Reihe ist, dass sich die Romane nicht nur auf eine Hauptfigur versteifen, sondern die Veränderung eines gesamten Kontinents aufzeigen. Natürlich gibt es auch einige Hauptfiguren, von denen Lodrik Badric wahrscheinlich die wichtigste ist. In jungen Jahren zum Herrscher eines Landes gekrönt und direkt in Kriege verwickelt, soll dieser Mann die Dunkle Zeit auf Ulldart einläuten. Nach vielen Schlachten gegen die Brut Tzulans, des gebrannten Gottes, entgeht Lodrik nur mit Mühe dem Tod und wird zu einem Nekromanten.

Der neue Roman der Reihe "Brennende Kontinente" spitzt die Ergebnisse auf Ulldart mal wieder zu. Alana die Zweite, rechtmäßige Herrscherin Tersions, kehrt aus dem Exil zurück und wird Opfer eines Attentats. Von Westen her nährt sich eine mysteriöse Flotte dem Kontinent, die der schwarzen Flotte der Kensustrianer ähnlich scheint. Diese belagern weiter Ammtara, die freie Stadt. Wäre das nicht schon genug, jagt Lodrik immer noch hinter seiner bösartigen Tochter Zvatochna her, die sich ebenfalls der Nekromatie bedient um ihre finsteren Pläne umzusetzen. Diese versucht währenddessen Norina, Lodriks Frau, in eine tödliche Falle zu locken. Wird Lodrik dies verhindern können?

Die hier kurz angerissenen Szenarien sind bei weitem nicht alle, die im Buch abgehandelt werden. Auch Tokaros und Estras Zukunft wird weitergesponnen, Lorin reist vom Kontinent Kalisstron nach Ulldart, um Unterstützung im Kampf gegen die Qwor zu erhalten. Der Pirat Torben Rudgass macht sich mit seinem neu gewonnen Freund Sotinos auf die Suche nach seiner geliebten Varla und mit dem schnell heranwachsenden Vahidin, dem Sohn eines dunklen Gottes, scheint sich ein weiterer Schatten über den Kontinent zu schieben. Zwischen alle dem versuchen König Perdor und sein Ex-Hofnarr Fiorell durch Witz und politisches Geschick die Lage in Ulldart erneut zum Guten zu wenden.

Wer Markus Heitz Schreibstiel mag, kommt an Ulldart nicht vorbei. Allerdings sollte man auf jeden Fall mit dem ersten Buch der Reihe beginnen. Die Spannung ist im gesamten Buch unendlich hoch und dank der genialen Schreibweise schafft Markus Heitz es mal wieder, den Leser an das Buch zu fesseln und mit den verschiedensten Charakteren mitzufiebern. Trotz der düsteren Stimmung, die momentan auf Ulldart herrscht, bringt Heitz durch König Perdor und Fiorell trotzdem die richtige Prise Witz unter. Ich persönlich kann das Buch jeden Ulldart-Fan uneingeschränkt empfehlen. Alle, die noch nichts über Ulldart gelesen haben, sollten sich schleunigst den ersten Band der Reihe "Schatten über Ulldart" zulegen und sich in eine der am besten ausgearbeiteten und spannendsten Welten der deutschen Fantasyliteratur entführen lassen. Einen Nachteil des Buches will ich hier zuletzt doch noch anbringen: Wer ein Buch so spannend und mit einem offenen Ende abschließt, muss ein Anhänger des gebrannten Gottes sein! Ich hoffe auf jeden Fall, dass der nächste Roman nicht lange auf sich warten lässt.




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