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Classic Battletech: Früchte voll Bitterkeit
Von Jan-Hendrik Kalusche

Rezension erschienen: 29.06.2006, Serie: Belletristik, Autor(en): Ritter & Schreiber, Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 315, Erschienen: 2006, Preis: 9,00 Euro

"Früchte voller Bitterkeit" wurde von einem deutschen Autorenduo geschrieben. Beide kennen die Science-Fiction-Szene seit eingen Jahren und bringen nun ihren ersten Roman im Battletech-Universum heraus.

Was würde geschehen, wenn ein Planet von einer einzigen Söldner-Einheit mehr oder weniger geheim übernommen würde? Ist so etwas überhaupt möglich? Das ist die Frage, die der Roman stellt. Von einer dubiosen religiösen Sekte beauftragt, übernimmt eine Söldner-Einheit den Planeten Tamarind in der Liga Freier Welten. Da das ganze als eine Geheimaktion geplant ist, darf kein Wort davon nach Außen dringen. Also wird die Kaserne der planetaren Miliz im Handstreich genommen und die Soldaten werden gefangengesetzt. Womit die Angreifer nicht gerechnet haben, ist die Tatsache, dass einer der Offiziere entkommt.
Schon bald hat eben dieser Offizier weitere Soldaten, die auf Landurlaub waren, um sich geschart und beginnt eine Rückeroberung des Stützpunktes zu planen.
Jedoch wurde nicht nur der Stützpunkt, sondern auch die planetare HPG-Station von eben jenen Söldnern übernommen. Außerdem befinden sich die Mechs, die einen nicht unerheblichen Faktor bei einem eventuellen Angriff darstellen würden, alle noch im Stützpunkt.
Die Lage scheint aussichtslos. Da treffen die Soldaten auf eine Gruppe von Jugendlichen, die behaupten einen Mech zu besitzen. Wenn auch nur in Einzelteilen.

"Früchte voller Bitterkeit" ist merkwürdig. Auf der einen Seite ist er ein spannend und interessanter Militär-Roman, auf der anderen Seite fehlt ihm in meinen Augen sehr viel von einem richtigen Battletech-Feeling. Warum? Es kommt in der ganzen Story nur ein einziger sich bewegender Mech vor. Für mich persönlich sind Mech-Kämpfe das Kernstück eines jeden Battletech-Romans. Außerdem findet die Geschichte im Jahre 2605 statt. Das ist ein Zeitsprung von fast 400 Jahren. Für den Kenner der alten Bücher ist das Ganze dadurch mehr als gewöhnungsbedürftig.
Wer einen netten Roman etwas abseits des Battletech-Mainstreams sucht, wird mit "Früchte voller Bitterkeit" ein interessantes Buch in die Hände bekommen. Fans von Mechgefechten und den politischen Verwicklungen der Inneren Sphere sei aber eher abgeraten.




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