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White Dwarf 125 - Mai 2006
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 19.05.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 5,95 Euro


Mit der Ausgabe 125 bietet der White Dwarf ein schön aufgemachtes Heft zur aktuellen Sommerkampagne für Warhammer 40.000. Das mit Der Untergang von Medusa V betitelte Heftchen hat 36 Seiten und beschreibt den Hintergrund des Konflikts sowie den Planeten, um den sich alles dreht. Dazu gibt es noch die Motivationen der einzelnen Völker, die jeweils auf einer Doppelseite mit vielen Bildern und wenig brauchbaren Texten vorgestellt werden. Insgesamt ein sehr uninspirierter Kampagnenhintergrund, bei dem die Völker nur in ihren definierten Rollen auftreten: die Imperialen verteidigen, die Dark Eldar jagen Sklaven, etc. Zudem enthält das Heft nicht einmal neue Szenarien oder nur eine Übersicht über die neuen Modelle der Kampagne.

Aber kommen wir einmal zum eigentlichen White Dwarf, bei dem ein neues und sehr viel verschwenderischeres Layout auffällt, was aber leider nicht die einzigen Neuerung ist, die sich negativ auswirkt. Das Vorwort des Chefredakteurs wurde durch ein Editorial des "Weißen Zwergs" ersetzt. Da dieser Warhammercharakter aber nur Werbung für das aktuelle Herr der Ringe-Produkt macht, ist diese Neuerung ebenso sinnfrei wie überflüssig. Dann wurde die übliche, nach Themengebieten sortierte Inhaltsangabe durch eine grobe und nutzlose Zusammenfassung des Inhalts ersetzt. Die nächsten 16 Seiten bieten in bisher nie da gewesenem Umfang Bilder von Neuerscheinungen. So ist es unverständlich, warum man trotz eines so hohen Werbeanteils einen derart hohen Preis für den White Dwarf bezahlen muss.

Zum Herrn der Ringe erscheint mit diesem White Dwarf der Kampagnenband Der Sturz des Nekromanten; ein weiteres Kampagnenheft, das nur auf einem Nebensatz Tolkiens beruht. Die Serie schwacher Schlachtberichte wird fortgeführt, indem man den Weißen Rat, eine Gruppe aus Elfenhelden und Zauberern, gegen den Nekromanten, eine Inkarnation Saurons, antreten lässt. Wieder werden die Ereignisse mehrerer Spielzüge zusammengefasst, so dass man die einzelnen Aktionen und Taktiken der Spieler nicht nachvollziehen kann. Interessant ist aber, dass nun jeder Spieler sagen kann, was er an Stelle des Gegners anders gemacht hätte.

Warhammer 40.000 erhält neben dem Kampagnenheft noch einen sehr umfangreichen Bastel- und Bemalworkshop für Tau-Kampfanzüge. Die Bemaltipps sind jedoch etwas unpräzise und die Umbauten bisweilen doch etwas zu dynamisch, so dass sie beinahe albern wirken. Interessanter wäre es zum Beispiel gewesen, einen detaillierten Leitfaden für die Bemalung des sehr eindrucksvollen Chromeffektes an einem der Kampfanzüge zu liefern. Für die Imperiale Armee gibt es im Rahmen der Kampagne das neue Regiment der Vostroyaner, dass mit einer ganz guten Hintergrundgeschichte ausgestattet wird. Der Artikel der vier Generäle hat dieses Mal erfreulicherweise vernünftige Bilder und auch eine Auflistung der Truppen erhalten. Zudem bekommt man dort einige hilfreiche Umbautipps.

Wer in der letzten Ausgabe noch nicht genug vom Riesen bekommen konnte, der kann in dieser Ausgabe einige Bemaltipps und sehr schöne Umbauten bewundern. Der Schiffskampfartikel aus dem letzten White Dwarf wird dann mit Regeln für alternative Antriebssysteme sowie Seemonster abgeschlossen. Ergänzt wird das ganze dann noch mit Basteltipps für Schiffe, Inseln und sogar Wellen. Wahrlich einer der besten und brauchbarsten Artikel der letzten Ausgaben. Das kann man von dem vierseitigen Artikel zu den Skaven nicht behaupten. Auf einer Doppelseite wird ein völlig unzureichender Überblick über einige der Truppen und die Clanstruktur der Skaven gegeben, nur um auf der nächsten Doppelseite zwei sehr rudimentäre Taktiken für dieses Volk vorzustellen.

Ansonsten finden sich noch sehr kurze Berichte über das Dungeon Bowl Turnier, die üblichen seitenlangen Hinweise zum nächsten Games Day und einige Fotos und Spielerkommentare von der ersten Runde des Grand Tournaments. Dabei sind die Fotos aber leider wieder von geringer Qualität und die Kurzkommentare der Spieler leider auch wenig hilfreich. Die Standartenträger-Artikelreihe versucht einmal mehr sich als nutzloseste Kolumne des White Dwarfs zu etablieren, indem Jervis Johnson diesen Monat erzählt, dass Kampagnenspiele von Games Workshop toll sind. Aha?

Diese Ausgabe wird von extrem vielen und großen Fotos aber nur von wenig Text charakterisiert. Es bleibt zu hoffen das sich die Zuständigen in Nottingham bald einmal besinnen und den White Dwarf wieder zu dem lesenswerten und brauchbaren Magazin machen, das er einmal war.




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