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Todesbote
Von Hendrik Ebbers

Rezension erschienen: 17.06.2006, Serie: Belletristik, Autor(en): Markus Heitz, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: 256, Erschienen: 2006, Preis: 7,95 Euro

Nach "Die dritte Expedition" ist nun bei Pegasus Press das zweite Abenteuer Spielbuch aus der Feder von Markus Heitz erschienen. War "Die dritte Expedition" noch in der Welt der erfolgreichen Zwerge-Trilogie ("Die Zwerge", "Der Krieg der Zwerge" und "Die Rache der Zwerge") angesiedelt, spielt die Geschichte des neuen Bandes in Ulldart, einer ebenfalls von Markus Heitz kreierten Fantasywelt, zu der bereits sieben Romane veröffentlich wurden.
Die Bände der "Abenteuer Spielbuch" Reihe von Pegasus sind keine normalen Romane. Der Leser des Buches kann in ihnen den Verlauf der Geschichte mitbestimmen. Diese Art von Büchern war vor allem in den 1980er Jahren modern ( z.B. "Der Hexenmeister vom flammenden Berg" von Ian Livingstone und Steve Jackson) und wurde glücklicherweise von Pegasus wiederentdeckt. Hierbei liest man immer einzelne Textpassagen und kann sich dann am Ende einer Passage für mehrere Optionen entscheiden, wie die Geschichte weitergehen soll. Somit kann man selbst in die Rolle des Helden der Geschichte schlüpfen. Hinzu kommen ein paar einfache Regeln, auf die in Verlauf dieser Rezension näher eingegangen wird. Das Buch kommt mit 256 Seiten im typischen "Taschenbuch-Softcover" daher. Alle Seiten sind mit einer sehr schönen Zierleiste eingerahmt und werden durch einige Schwarz-Weiß-Illustrationen aufgelockert. Vor allem die Illustrationen, von denen es auch mehrere Seitenfüllende gibt, gefallen mir sehr gut und spiegeln den Kontinent Ulldart meiner Meinung nach sehr gut wieder.

Die Regeln sind möglichst einfach gehalten. Man verfügt über die drei Eigenschaften Geschicklichkeit, Konstitution und Karma sowie über eine begrenzte Lebensenergie. Zu Beginn des Spiels kann man Punkte auf die verschiedenen Eigenschaften verteilen. Zusätzlich verfügt man über Ausrüstung, die sich beim Lesen des Buchs auch ändern wird. Bei Proben, die während der Geschichte abgelegt werden, würfelt man mit einem W6 (sechsseitiger Würfel) und addiert das Ergebnis zu seiner Eigenschaft. Ist der Wert höher als der bei der Probe geforderte, hat man diese bestanden. Hierbei ist positiv anzumerken, dass man nicht unbedingt einen Würfel braucht, da im hinteren Teil des Buchs neben mehreren Heldenbögen und Begegnungsbögen eine Seite voll W6-Ergebnisse abgedruckt ist. Hat man keinen Würfel zur Hand, kann man mit geschlossenen Auge hier einfach auf einen der Würfel tippen und so ein Ergebnis bestimmen.

Zur Geschichte des Abenteuer-Spielbuches will ich nicht zu viel verraten. Man spielt ein Mitglied des Ordens der Schwarzen Sichel, der größte und mysteriöseste Attentäterorden Ulldarts, welcher im Dienste der Todesgöttin Vintera arbeitet. Die große Aufgabe, die einem bevorsteht, ist die Ermordung des neuen Gouverneurs der Provinz Granburg. Während der Geschichte trifft man auf mehrere der bekannten Charaktere aus den Ulldartromanen, wodurch das Buch für Fans der Ramanserie noch einmal um einiges genialer sein wird.

Meiner Meinung ist Markus Heitz und Pegasus hier ein sehr geniales Buch gelungen. Die einfachen Regeln, die tollen Zeichnungen und die Geschichte können auf jeden Fall überzeugen und machen Lust auf mehr.




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