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White Dwarf 124 - April 2006
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 18.04.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 120, Erschienen: 2006, Preis: 5,95 Euro


Wer diese Ausgabe des White Dwarfs zur Hand nimmt, wird sicher ein Schmunzeln nicht unterdrücken können. Im Heft enthalten ist eine Riesen-Referenzkarte für die neue Warhammer-Miniatur, welche nicht nur die Regeln des Riesen zusammenfasst, sondern auch mit dem Titel "Riesen-Referenzkarte" überformatig oben aus dem Magazin hervorlugt. Ein hilfreiches Extra, welches zudem noch nett präsentiert wird.

Die neue Riesenminiatur, die nicht nur ziemlich gewaltig ist, sondern auch eine große Vielzahl an Optionen beim Zusammenbau bietet, schmückt nicht nur das Cover, sondern auch einen guten Teil im Inneren des White Dwarfs. Es gibt für die Miniatur Bauoptionen, Sonderregeln, Taktiken mit und gegen die Riesen und man kann im allmonatlichen Schlachtbericht erleben, wieviel Chaos und Verwüstung vier Riesen in einer offenen Feldschlacht verursachen können. Dabei ist der Schlachtbericht leider wenig informativ, da die Spielzüge nur grob zusammengefasst werden und man sich den Rest durch die Bilder am unteren Rand erklären soll. Damit aber nicht genug, denn auf satten 18 Seiten werden optionale Regeln für Seegefechte mit kleinen Armeen vorgestellt, die im folgenden White Dwarf noch ausgebaut werden sollen. Eine sehr interessante Option für all diejenigen, die sich Abwechslung von den bisherigen Kämpfen gönnen wollen. Das ist Material, mit dem man etwas anfangen kann. Sehr gut, obwohl das Segel des Schiffs aus der Bauanleitung einen Teil eben jener Anleitung verdeckt und sich der Artikel eher an erfahrene Spieler und Modellbauer richtet.

Für die Warhammer 40.000-Freunde gibt es nicht so viel. Ein nur sehr kurzer Artikel geht auf die Herkunft der Vespiden Stachelflügler ein, die seit kurzem das Sternenreich der Tau unterstützen. Die Tau erhalten dazu auch einige Tipps zum Zusammenbau und Bemalen ihrer Fahrzeuge, welche sich vor allem an Einsteiger richten. Da mit dem folgenden White Dwarf die Warhammer 40.000-Sommerkampagne um den Fall von Medusa V beginnt, gibt es nicht nur einen Ausblick auf die neuen Einheiten, sondern auch eine Reihe, in der vier Spieler eine neue Armee aufbauen um damit an dieser Kampagne teilzunehmen. Pro Monat lässt dabei jeder Schreiber seine Armee um 500 Punkte wachsen, so dass der Leser die Entwicklung und den Aufbau der Streitkräfte nachvollziehen kann. Leider sind die Fotos der Armeen bei weitem nicht so scharf wie im Rest des Magazins, so dass einem viele Details bei der Bemalung und den Umbauten verloren gehen.

Herr der Ringe erhält einen Artikel, der irgendwo zwischen Bemalanleitung und Miniaturenschaukasten liegt, aber die Anforderung an beide Artikel nicht erfüllen kann. Durchwachsen ist der Artikel zur Bemalung von Elrond und seiner Armee. Zwar wird detailiert aufgezeigt, wie verschiedene Grundierungen und Tuschen die Rüstung eines Modells betonen, doch bei der anschließenden Bemalung versagt dann der Beitrag. Die Modelle erreichen nicht einmal den Bemalungsstandart von alten MageKnight-Figuren. Abgerundet wird der Herr der Ringe-Teil durch Tipps für eine Zwergenarmee und vier vorgestellte Themenarmeen. Bei allen Beiträgen gilt jedoch, dass man viel mehr Bilder als Text zu sehen bekommt.

Ansonsten findet sich wieder ein Artikel der Standartenträger-Reihe, in der Jervis Johnson zwei Seiten darüber erzählt, dass Games Workshop eine tolle neue Technik nutzen, um Figuren herzustellen, er das aber nicht wirklich versteht. Der Nutzen für den Leser tendiert gegen Null, einzig der Hinweis, dass ab jetzt schneller produziert werden kann und man auch größere Modelle aus Plastik herzustellen vermag, ist interessant. Anfänger freuen sich zudem noch über einen lehrreichen Pro/Contra-Vergleich von verschiedenen Arten ein Schlachfeld zu bauen, sei es nun auf einer Holzplatte, durch ein farbiges Tuch oder ähnliches. Abschließend kommen dann auch Teilnehmer des Grand Tournament 2006 zu Wort und erzählen Anekdoten aus der ersten Runde dieses groß angelegten Turniers.

Der White Dwarf #124 ist recht gut gelungen. Vor allem Warhammerfans kommen mit der Riesen-Referenzkarte und den detailierten Schiffskampfregeln voll auf ihre Kosten.




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