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Diabolo
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 08.03.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Michael Schacht, Verlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH, Seiten: , Erschienen: 2006, Preis: 6,30 Euro


Diabolo ist ein Kartenspiel von Amigo. Der Name verrät bereits, dass es hierbei thematisch um Himmel und Hölle geht. Die Spieler haben farbige Karten mit Zahlen von eins bis fünf auf der Hand, welche entweder als Himmel- oder Höllenkarte gelegt werden. Am Ende werden die Handkarten gewertet. Sie bringen in Abhängigkeit von den ausgelegten Karten entweder Plus- oder Minuspunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Das Spiel präsentiert sich im üblichen Amigo-Kartenspielformat, d.h. in einer praktischen Aufbewahrungsbox für die hochwertigen Spielkarten, einem Block zum Notieren der Ergebnisse sowie der Spielregel. Der Block ist ein nicht notwendiges Gimmick, da sich auf jeden handelsüblichen Stück Papier fünf Spalten zeichnen lassen.
Die Spielregel ist übersichtlich und erklärt auf vier kleinen Seiten die Regeln, welche im ersten Moment vielleicht ein wenig mathematisch wirken, jedoch sehr einfach und überschaubar sind. Neben illustrierten Beispielen werden die Regeln auch anhand von Beispielen näher verdeutlicht.

Der Spielaufbau gestaltet sich sehr einfach, denn am Anfang werden die fünf verschiedenfarbigen Himmel-und-Hölle-Karten untereinander auf den Tisch ausgelegt. Jede der Karten hat auf der einen Hälfte den Himmel sowie auf der anderen die Hölle. Die Zahlenkarten werden gemischt und an jeden Spieler sechs ausgeteilt. Die übrigen Karten bilden den Nachziehstapel für alle.
Der aktive Spieler zieht zunächst eine Karte nach und muss dann eine seiner Handkarten an die ausliegenden Himmel-und-Hölle-Karten anlegen. Beim Auslegen kann er sich entscheiden, ob er seine Karte nun an die Himmel- oder an Höllen-Seite anlegt. Dabei muss jedoch die Farbe der ausgespielten Karte der Farbe der jeweiligen Himmel-und-Hölle-Karte entsprechen. Zudem dürfen insgesamt nur fünf, jedoch maximal drei Karten an einer Seite liegen. Wenn an zwei Himmel-und-Hölle-Karten fünf Karten liegen endet die Runde und geht an die Punktevergabe.
Nun werden die Zahlenwerte der ausgespielten Karten einer abgeschlossenen Reihe addiert. Abhängig von der Seite, auf der mehr Punkte liegen, werden nun Plus- (Himmel) oder Minuspunkte (Hölle) vergeben. Bei Gleichstand entfällt die Wertung. Der Spieler mit den meisten Punkten der entsprechenden Farbe auf seiner Hand erhält dann den Wert als Plus- oder Minuspunkte. Alle weiteren Mitspieler werden bei der Punktevergabe nicht berücksichtig. Danach beginnt eine neue Runde. Nach so vielen Runden, wie Mitspieler teilnehmen endet das Spiel. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Das interessante an diesem Spiel ist das taktieren und abwägen, welche seiner Handkarten man wann ausspielt und welche man auf der Hand hält um möglichst viele Punkte zu ergattern. Andererseits gilt es aber auch darauf zu achten, dass man nicht plötzlich Negativpunkte bekommt, weil man zulange gewartet hat. Drei Karten auf einer Seite (Himmel oder Hölle) sind schnell gelegt, besonders bei mehreren Spielern. Je mehr Spieler mitspielen, desto schwieriger ist auch das planen und taktieren, dass der Glücksfaktor durch das ständige Kartennachziehen größer wird.

Fazit: Zwar ist das Spielprinzip nicht neu und weist auch keine innovativen Aspekte auf, aber Diabolo ist mit seiner mittleren Spieldauer ein nettes Kartenspiel für Zwischendurch.




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