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White Dwarf 123 - März 2006
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 28.02.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 120, Erschienen: Februar 2006, Preis: 5,95 Euro


Games Workshop bleibt seiner Politik treu und veröffentlicht neue Versionen von Codizes und Armeebüchern für relativ aktuelle Ausgaben, obwohl einige Armeen bereits seit vielen Jahren auf neues Material warten (wie die Eldar). Das jüngste Volk des Warhammer 40.000-Universums wird deshalb diesen Monat mit einer neuen Version ihrer Armeeliste beglückt: die Tau.

In dem White Dwarf finden sich Informationen zur neuen Version des Codex, der nun "Sternenreich der Tau" statt nur "Tau" heißt. Dies soll die Ausbreitung der Tau und die Aufnahme von anderen Alienvölkern in ihre Armeen verdeutlichen. Dazu gibt es die üblichen Mal- und Umbautipps für die Feuerkrieger, das Rückgrat der Tautruppen, sowie den unvermeidlichen Schlachtbericht, der Dark Eldar gegen Tau ins Feld führt. Völlig belanglos kommt dann noch ein vierseitiger Schaukasten über Crimson Fist-Space Marines daher, der weder interessante Umbauten noch fantastisch bemalte Modelle zeigt. Abschließend wird im Tactica Warhammer 40.000-Artikel noch über die Maximierung des Beschusspotenzials einer Armee philosophiert.

Der Herr der Ringe-Teil bietet eine uninspirierte Kartenkampagne für zwei Spieler, samt zwei ebenso unspektakulärer Szenarien und einigen großen Fotos von Figuren. Weitere ganzseitige Bilder gibt es dann, wenn man erklärt bekommt, wie man die Horden von Khand in bestehende Armeen des Bösen einbauen kann oder wie man direkt eine schlagkräftige Truppe dieser Herr der Ringe-Mongolen aufbaut. Mit Cirith Ungol wird zudem eine weitere Themenarmee vorgestellt und es finden sich wieder viele Seiten Bemalanleitung, diesmal für Streitwagen.

Fans der Warhammer-Zwerge bekommen ein Update ihrer alten Charaktermodelle, anhand des aktuellen Armeebuchs. Ein brauchbarer Artikel, der sich für jeden Zwergengeneral lohnt. Mit den stämmigen Gesellen geht es auch direkt weiter, wenn eine Zwergenarmee unter der Erde auf Nachtgoblins trifft. Dazu werden extra Gelände gebaut, ein Szenario entworfen, spezielle Regeln geschrieben und richtig, richtig alte Zwergenmodelle benutzt. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass dieser Artikel trotzdem nur als Werbemaßnahme dient, doch dazu später mehr. Die Tactica Warhammer gibt einen ausführlichen Überblick über Truppen in Raserei. Dieses sicher nicht einfache Thema wird hier in allen Teilen geklärt und man erfährt viel darüber, wie man diese Truppen benutzen beziehungsweise sich gegen sie schützen kann. Wieso sich noch ein Artikel über den Aufbau einer Necrach-Vampirarmee findet, erschließt sich dem Rezensenten jedoch nicht.

Der Hobby-Bereich des White Dwarf ist diesmal aus vielerlei Gründen "interessant". Zum einen gibt es mit "Dok Schraubas Oparazionztisch" eine neue Rubrik, die Umbauten präsentiert. Und präsentiert heißt, dass bei den meisten einfach nur das bereits fertig umgebaute Modell zu sehen ist, nicht aber, wie es umgebaut wurde. Die Komponenten sind aber freundlicherweise direkt daneben aufgeführt, damit man sich alles direkt bei der Mail Order bestellen kann. Der zweite Artikel des Bereichs ist von Spieldesigner Jervis Johnson. Er erklärt auf zwei Seiten eigentlich nur, dass sie in Zukunft Armeebücher / Codizes besser von Szenariobänden trennen wollen. Danke für den Hinweis...

Dieser White Dwarf bietet wieder einmal viele unspektakuläre oder unpassende Beiträge. Was aber in dieser Ausgabe vor allem auffällt, ist die allgegenwärtige Werbung. Es finden sich einige Verweise auf andere Produkte von Games Workshop. So wird bei dem Space Marine-Artikel auf das "Space Marine Hobby Kompendium" sowie "Insignium Astartes" verwiesen. Der kleine Schlachtbericht der Zwerge verweist auf das "Geländebau Workshop Kompendium" sowie die Black Library und den Roman "Grudge Bearer", usw. Es scheint sich nun auch in Games Workshops Hausmagazin zu zeigen, dass die Firma nicht gerade die besten Umsätze macht und dringend neues Geld benötigt. Leider leidet darunter die Qualität ihres Hefts. Schade eigentlich.




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