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White Dwarf 122 - Februar 2006
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 09.02.2006, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: Februar 2006, Preis: 5,95 Euro


Das Cover verrät einmal mehr, wo dieser White Dwarf seinen Schwerpunkt setzt, nämlich bei den Ostlingen, der neuen Armee für Herr der Ringe. Der White Dwarf 122 bietet beinahe so viele Seiten zu diesem Volk wie deren eigenes 48-seitiges Quellenbüchlein. Die bösen Menschen des Ostens werden mit einigen Armeeaufstellungen vorgestellt, die auch gleich eine Preisliste enthalten, um sich vor Augen zu führen wie teuer beziehungsweise günstig eine Armee kommt. Dazu gibt es eine Bauanleitung für eine unspektakuläre Burg der Ostlinge und einen Schlachtbericht, in dem Aragorn fast eigenhändig die Ostlinge aufhält. Für diesen Bericht wird von der bestehenden Erzählform abgewichen und mehrere Züge zusammengefasst. Die Bewegungen kann man anhand der Fotos unten samt Hinweisen nachverfolgen, während die Spieler erklären, was in diesem Spielzug gut geklappt hat oder in die Hose gegangen ist. Dazwischen gibt es dann immer wieder Infohäppchen aus dem Regelwerk. Diese Form der Darstellung ist aber wenig hilfreich, um die Aktionen der Spieler nachzuverfolgen und liest sich auch nicht interessant.

Warhammer kommt mit einem Artikel zur Artillerie daher, der zwar keine Tipps zur richtigen Verwendung liefert, aber Zwergengenerälen immerhin erklärt, wie man diese Kontruktionen richtig zusammenbaut. Zudem geht man, etwas allgemeiner, auf den Bau und die Gestaltung von Bases für Artillerie ein. Um bei den bärtigen Gesellen zu bleiben, erklärt ein Artikel den effektiven Einsatz von Runen und Runenkombinationen für den höchstmöglichen Effekt. Ein historisches Szenario wird theoretisch auch geboten. Theoretisch deshalb, weil es völlig unspektakulär ist und so gut wie keine Sonderregeln verwendet. Viele Seiten schindet das Magazin dann noch durch die aktuelle Version der Warhammer-Errata, die man auch problemlos von der Games Workshop-Seite beziehen kann.

Die düstere Zukunft des Jahres 40.000 wird zeitgleich ebenso mit der aktuellen Errata versorgt. Der in White Dwarf 100 gestartete Aufruf, eigene Monster und Kreaturen für Warhammer 40.000 zu entwerfen, feiert nun seine Sieger. Es gibt sieben Kreaturen, die leider weder durch ihr umgebautes Modell noch durch ihre Fähigkeiten begeistern können. Die gemeine catachanische Bellkröte ist sogar einfach nur eine Catachanische Bellkröte, die weniger Schaden macht. Somit sind die Monster ebenso enttäuschend wie die beigefügten Szenarien zur Monsterjagd. Richtig dreist ist wieder einmal der Beitrag zu den Black Templars. Es werden Feldmarschälle dieses Space Marine-Ordens vorgestellt, was an sich ja nicht tragisch wäre. Nur sind die Beiträge sehr knapp und sehr ideenlos. Zudem wirken die Umbauten alles andere als besonders hübsch oder innovativ. Dies versucht man aber aufzufangen, indem man frecherweise vier Seiten mit Fotos von Modellen der Black Templars füllt, die der White Dwarf-Leser in den vergangenen Monaten nun wirklich zur Genüge hat beschauen können. Abgeschlossen wird der Warhammer 40.000-Teil durch Taktiktipps, die es ermöglichen, die Bewegungsphase möglichst effektiv zu nutzen.

Ansonsten findet sich noch ein Artikel zur Golden Demon-Gewinnerin Victoria Lamb, die beeindruckende Lichteffekte auf ihre Modelle und Dioramen malt. Etwas womit der normale Spieler und Figurenpinsler absolut überfordert ist, aber immerhin geeignet um einige Figuren erneut im White Dwarf abzubilden.

Dieser White Dwarf festigt den Ruf des Spielemagazins als teuerstes Prospekt der Branche. Es gibt viele Fotos von Miniaturen, von denen die meisten bereits in früheren Ausgaben zu sehen waren. Es gibt die Errata, die nun wirklich im Internet besser aufgehoben ist, und Kauftipps. Also nein, dieser White Dwarf enthält wirklich kaum brauchbares Material und ist sein Geld wahrlich nicht wert.




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