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Messer wetzen - Monster hetzen
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 12.01.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Luke Matthews & Adam Conus, Verlag: Mario Truant Verlag, Seiten: , Erschienen: Oktober 2005, Preis: 19,95 Euro


Messer wetzen, Monster hetzen ist ein ganz und gar unernstes Kartenspiel, bei dem Jäger zu Gejagten werden. Es ist eine kreative und passende Übersetzung von "Torches & Pitchforks", welches bei Green Ronin erschien, einem Verlag, der vor allem für seine d20-Bücher bekannt wurde. Die deutsche Ausgabe ist preiswerter als die Orignalausgabe und hat sogar noch den für das Spielen notwendigen Würfel dabei, der im Orignal fehlte.

Das Spiel dreht sich um den Kampf von Dorfbewohnern gegen fiese und gefährliche Monster. Da Jupp Jedermann aber keine Chance gegen einen Werwolf hat, schließt man sich zur Monsterjagd in Mobs zusammen. Damit zieht man dann in den Sumpf, um Viecher zu jagen und Ruhm zu ernten.

Die Aufmachung des Spiels ist sehr gelungen. Auf eindrucksvollen 200 Karten sind sehr amüsante und schöne Zeichnungen sie finden aber leider nur in schwarz-weiß. Das Covermotiv zeigt zwar, wie gut die Karten farbig aussehen könnten, doch andererseits bietet das Spiel eine schöne Hommage an die Horrorfilme aus der Zeit, als man noch keine Farben auf Zelluloid finden konnte.
Die enthalten Karten teilen sich wie folgt auf: 60 Monsterkarten (davon 12 Ereignisse und 48 Viecher), 106 Gemeinschaftskarten (60 Aktionskarten, 30 Verbesserungen und 6 zusätzliche Dorfbewohner) und 30 Lynchmobkarten, welche die Dorfbewohner darstellen. Dazu kommen zwei Regelkarten mit einer Zugübersicht.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Mitspieler sechs Dorfbewohner, die seinen Mob bilden, sowie Karten des Gemeinschaftskartensatzes. Diese werden jede Runde wieder auf fünf Karten aufgefrischt, wonach der Spieler eine Karte vom Monsterkartensatz zieht und entweder das Ereignis auslöst oder gegen das Monster kämpfen kann. Wenn der Mob das Monster besiegt, bringt das dem Spieler Punkte ein, wenn der Mob verliert, flieht er zurück in die Stadt. Bei einem der seltenen Ereignisse werden die Auswirkungen der Karte direkt umgesetzt. So müssen etwa alle Schwarpulverwaffen der Dorfbewohner abgelegt werden, weil das Schießpulver ausging oder es gibt eine große Verwirrung, so dass die Spieler ihre Kartenhand mit ihrem Nachbarn tauschen müssen. Nach dieser Phase kann man sich dazu entschließen, zusätzlich noch in den Sumpf zu gehen und die Monster zu jagen, die dorthin geflohen sind.

Ein Monster wird schlicht dadurch besiegt, dass man die Gesamtstärke seines Mobs errechnet und mit der Stärke des Monsters vergleicht. Jeder Dorfbewohner hat die gleiche Stärke, kann aber durch Bonuskarten weiter verstärkt werden. Während des Kampfes können alle Mitspieler Aktionskarten einbringen, welche das Kampfergebnisse beeinflussen können. Wird der Mob durch das Monster geschlagen, werden Dorfbewohner in Höhe des "Opfer"-Wertes des Monsters verwundet. Dazu dreht man einfach die Karte des Dörflers um. Diese Charaktere addieren ihre Kampfwerte nicht zu der des Mobs, was die Gruppe effektiv schwächt. Pro Runde kann aber einer der Charaktere wieder geheilt werden und an den Treibjagten teilnehmen. Dazu kann ein Mob von einem Anführer in den Kampf begleitet werden, der besondere Effekte ermöglicht, wie etwa mehr Karten auf der Hand halten zu können. Ein Spieler gewinnt, wenn sein Mob Monster im Wert von 30 Punkten erledigt hat. Dabei sind Riesenratten zum Beispiel nur vier Punkte wert, der legendäre und einzigartige Blob aber ganze 14.

Messer wetzen, Monster hetzen ist ein einfaches, kleines Kartenspiel mit nettem Spaßfaktor. Fans der Grabräuber aus dem All und Munchkins werden ihre Freude haben. Viele Anspielungen auf Horrorfilmklassiker und die charmante B-Movie-Atmosphäre machen es aber auch für Freunde dieses Genres interessant. Es empfiehlt sich aber, das Spiel mit drei oder mehr Freunden zu spielen, da dadurch die Interaktion am Spieltisch wie auch der Spielspaß erheblich steigt.




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