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Elasund
Von Hendrik Ebbers

Rezension erschienen: 09.02.2006, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Klaus Teuber, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: , Erschienen: Oktober 2005, Preis: 24,99 Euro


Mit "Elasund – Die erste Stadt" erschien pünktlich zur Spiel 05 in Essen das neue Gesellschaftsspiel von Klaus Teuber. Es ist ein Brettspiel für 2-4 Spieler ab 10 Jahren. Die Spieldauer beträgt etwa 60 Minuten. Genau wie das letzte Jahr erschienene "Candamir" handelt es sich bei "Elasund" um ein Spiel aus der Reihe "Abenteuer Catan". Damit ist es nicht mit "Die Siedler von Catan" kombinierbar, spielt aber in der gleichen Welt und lehnt sich an das Spiel des Jahres 95 an.

Im Spiel muss eine Stadt mit möglichst vielen der eigenen Gebäude erbaut werden. Hierfür können die Spieler verschiedene Gebäude errichten und auch die Bauwerke der Gegenspieler überbauen.

Das Spiel kommt in einer für Kosmos üblichen quadratischen Box daher, in der man einiges an Spielmaterial findet. Neben dem Spielbrett gibt es sehr viele Gebäudeplättchen in unterschiedlichen Größen sowie Karten und Holzmarker. Das Design ist dank der vielen, schön gezeichneten Gebäude sehr gut gelungen. Die Anleitung beschränkt sich wie bei allen Kosmosspielen auf kurze Erklärungen und lässt sich dank vieler Beispiele und Bilder einfach lernen.

Zuerst sticht ins Auge, dass es in diesem "Abenteuer Catan"-Spiel keine Rohstoffe mehr gibt. Da als Währung in "Elasund" Goldkarten genutzt werden, fällt also der Handel mit den Mitspielern flach. Je nachdem, mit wie vielen Mitspielern man spielt, wird die Größe des Spielbretts vor einer Partie angepasst. Dadurch kommt es auch bei nur zwei Spielern bereits zu einem Platzkampf, da die bebaubare Fläche viel kleiner ist.

Ziel des Spiels ist es zehn Siegpunkte zu erhalten. Dazu müssen möglichst große und gutplatzierte Gebäude erbaut werden, wobei größere Gebäude teurer sind, aber auch mehr Siegpunkte einbringen. Zum Errichten eines Bauwerks werden jedoch neben Gold auch noch Baubriefe benötigt. Jeder Spieler verfügt über fünf dieser Baubriefe mit den Zahlen null bis vier. Um einen Baubrief aufs Spielfeld zu legen, bezahlt man die aufgedruckten Kosten (null bis vier). Allerdings muss man beachten, dass die Mitspieler auch Baubriefe anderer Spieler nutzten können, um große Gebäude, für die zwei oder drei Baubriefe benötigt werden, zu bauen. Es gilt, wer in der Summe der Baubriefe über den Baubriefen der Gegner liegt, kann diese mitnutzen. Zwar muss man die Werte der generischen, mitbenutzten Baubriefe in Gold an die Spieler abgeben, hat aber durch solch eine Aktion auch einiges an Zeit gespart. Ein zweiter Clou ist, dass man kleinere Gebäude problemlos überbauen kann, wodurch Gegenspieler auch schnell mal den einen oder anderen Siegpunkt verlieren. Das wichtigste und größte Bauwerk ist die Kirche, welche nach und nach von den Spielern errichtet wird und alle anderen Häuser überbaut.

Das ganze Gold, das man zum Bauen von Häusern ausgibt, muss natürlich auch irgendwo herkommen. Dazu wird wie bei Siedler üblich mit zwei Würfeln gewürfelt. Das Ergebnis steht für eine Reihe auf dem Spielplan. Für die eigenen Gebäude in dieser Reihe erhalten die Spieler Gold- oder Machtkarten. Da die Sieben mal wieder der Räuber ist, sind die Reihen Sechs und Acht natürlich die beliebtesten Reihen auf denen immer wieder Gebäude überbaut werden. Zusätzlich kann ein Spieler nur in der erwürfelten Reihe einen Baubrief platzieren.

Neben den Goldkarten gibt es die bereits erwähnten Machtkarten in drei verschiedenen Farben. Durch Sammeln dieser Karten kann man Spezialaktionen durchführen. So kann man beispielsweise durch Abgabe zweier gleichfarbiger Karten einen Baubrief in eine beliebige Reihe setzten oder drei gleichfarbige Karten in zwei Gold eintauschen.

Insgesamt ist "Elasund" ein gelungenes Spiel, das vor allem Siedler- und Strategiefans erfreuen dürfte. Durch die einfachen und schnell verständlichen Regeln ist es jedoch auch für Gelegenheitsspieler gut geeignet.




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