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White Dwarf 120 - Dezember 2005
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 29.11.2005, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 121, Erschienen: Dezember 2005, Preis: 5,95 Euro


Der letzte White Dwarf protze mit extrem viel nutzbarem Material, ein Umstand, den der aktueller leider nicht halten kann.

Warhammer Fans bekommen einen Tactica Warhammer-Artikel zu Monstern und wie man sie effektiv auf dem Schlachtfeld einsetzt. Zusätzlich gibt es nur noch eine Vorschau auf der Armeebuch Zwerge im nächsten Monat sowie einen Spielbericht über eine Schlacht zwischen Dunkel- und Hochelfen. Während die Vorschau bereits viele von den neuen Minaturen nicht nur zeigt, sondern auch die Änderungen regeltechnisch erklärt, wirkt der Spielbericht völlig deplatziert. Weder Hoch-, noch Dunkelelfen haben in der letzten Zeit neue Regeln oder Modelle erhalten, so dass der Spielbericht als unmotivierter Lückenfüller wirkt.

Wie das Cover bereits erahnen lässt, erhält Warhammer 40.000 mehr Material, vor allem wieder in Form von Artikeln zu den Black Templars und Scouts. Matt Hutson erzählt über seine Armee dieses Ordens und es werden verschiedene Kreuzzüge mit Hintergrundartikeln wie auch umgebauten Modellen vorgestellt. Der Tactica Warhammer 40.000-Artikel informiert über allgemeine Taktiken und Grundsätze des Spiels, zudem gibt es Tipps zu den Einsatzmöglichkeiten von Scouttrupps, wann welche Ausrüstung am besten geeignet ist und welche Strategien man mit ihnen verfolgen sollte. Dazu kommt ein gewohnt informativer Index Astartes-Artikel über die jungen Space Marine Aspiranten, die sich als Scouts beweisen müssen, damit sie das Recht erhalten, eine Servorüstung zu tragen. Ein Artikel über Armageddon, jenen Planeten, der bereits für viele, sehr große Kampagnen herhalten musste, ist ebenfalls zu finden. Um die Black Templars weiter mit Material zu versorgen, wird dieser alte Konflikt recycelt und zwei sehr knapp beschriebene und eigentlich völlig austauschbare Missionen vorgestellt. Das ebenfalls enthaltene Einsatzkommando-Szenario ist zwar nett, aber nichts Besonderes und auch eigentlich nicht auf die Black Templars zugeschnitten. Wieder macht sich das Gefühl breit, dass einfach nur Seiten gefüllt werden mussten.

Auch die Freunde des Herrn der Ringe gehen diesen Monat natürlich nicht leer aus. Man bekommt Tipps für das Ausheben und Bemalen einer Armee von Moria-Goblins, ein Szenario, in dem Rohans Reiter böse Armeen abhalten müssen, neue Ausrüstung für Kriegerbanden sowie interessante neue Regeln für gefährliches Gelände samt Ruinen, in denen es spukt. Im ersten Teil einer kurzen Kampagne müssen die Kräfte des Guten den Angriff einer Goblinräuberbande abwehren, während die Bösen so viel stehlen müssen wie möglich und dabei das Dorf anzünden. Dazu gibt es einen Ausblick auf die Zukunft des Systems, denn die Filme sind ja nun ausgiebig behandelt worden. Künftige Ergänzungsbücher behandeln deswegen Armeen, die nur am Rande im Buch vorgestellt wurden, wie etwa die sehr asiatisch angehauchten Krieger von Khand. Die Vorschau macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Ansonsten findet sich noch ein Index über die Artikel der letzten 20 White Dwarfs, das Finale des Grand Tournament 2005 samt der Gewinner und ein Workshop über Pinsel. Keine Profi-Bemaltechniken werden vorgestellt, sondern vielmehr, wie man pfleglich mit seinem Malwerkzeug umzugehen hat, damit es sich lange hält. In dieser Form bisher noch nie in Games Workshops Hausmagazin und sicherlich sehr nützlich!

Beim Cover drängt sich die Frage auf, ob es das nicht schon einmal gab. Leider hat der Rezensent seine Sammlung derzeit nicht zur Hand, um das zu überprüfen.

Insgesamt wirkt diese Ausgabe des White Dwarf irgendwie, wie eine Sammlung aus ungenutzten Artikeln der früheren Ausgaben und Previews auf kommende Produkte. Sonderlich viel Neues oder Hilfreiches bietet der White Dwarf 120 leider nicht.




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