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Teamwork Musik
Von Konrad Schwenke

Rezension erschienen: 19.11.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Michael Andersch, Verlag: Adlung-Spiele, Seiten: , Erschienen: 2005, Preis: 6,50 Euro


Teamwork Musik heißt dieses Spiel aus dem Hause Adlung und dieser Name ist Programm. Es verlangt von zwei Spielern, gemeinsam einen Begriff aus dem Bereich der Musik zu erklären. Die Schwierigkeit liegt dabei weniger in komplizierten Begriffen, als vielmehr in der Tatsache, dass der Partner meist einen völlig anderen Gedanken verfolgt als man selbst.

Das Spiel selbst kommt unscheinbar daher: In der kleinen, in Schwarz-Weiß gehaltenen Schachtel befinden sich 58 Karten mit je sechs Begriffen und die Anleitung. An Spielmaterialien benötigt man ansonsten nur noch etwas um die Punkte zu notieren.
Genauso einfach sind die Regeln: Zwei Spieler ziehen eine Karte vom Stapel, einer der beiden sucht sich einen Begriff von der Karte aus, den dann beide erklären müssen. Dabei gehen sie im Wechsel vor, der Erste beginnt, der Zweite Spieler setzt den Satz fort. Dabei muss ein korrekter Satz herauskommen, der zudem maximal zehn Wörter (oder eine andere Anzahl auf die man sich vorher verständigt hat) lang sein darf. Alle anderen Mitspieler müssen versuchen zu erraten, welcher Begriff gemeint ist. Die Schwierigkeit des Spiels liegt darin, dass sich die beiden Erklärer vorher nicht absprechen dürfen und so keiner von ihnen weiß, worauf der Andere eigentlich hinaus will, aber beide trotzdem immer irgendwie den Satz fortsetzen müssen. Wird der Begriff erraten, bekommen sowohl die Erklärer einen Punkt, als auch derjeniger, der wusste was sie meinen. Gelingt dies nicht, bekommt niemand einen Punkt und es geht mit dem nächsten Erklärpaar weiter. Die Begriffe auf den Karten sind allesamt bekannt und nicht zu schwierig, die Palette reicht von "Sänger" bis "Koloratursopran", von "Bach" bis "Karajan".
Allerdings ist es wichtig, sich zu überlegen welchen der sechs möglichen Begriffe man auswählt. Sollte man einen erwischen, den der andere Erklärer nicht kennt, wird es fast unmöglich, den Satz zu einem glücklichen Ende zu bringen. Auch ohne solche Begriffe erfordert das Spiel eine Menge Kreativität von den Erklärern und Allgemeinwissen von allen Mitspielern. Dabei hat sich bei den Testspielen auch gezeigt, dass sich gerade jüngere Mitspieler mit dem Erklären schwer tun, unabhängig davon, ob man sich nur auf die ersten beiden Begriffe der Karten (die laut Anleitung für Kinder geeignet sind) beschränkt oder nicht. Das Problem war nicht, dass die Kinder das Wort selbst nicht kannten, sondern eher, dass das breite Allgemeinwissen fehlte um den Begriff auf verschiedene Arten zu erklären bzw. sich vorzustellen, worauf der andere hinaus will.
Die Karten sind genauso wie die Anleitung viersprachig gehalten. Neben Deutsch kann man das Spiel auch in Englisch, Französisch oder Italienisch spielen. Das dient nicht nur dem Erschließen neuer Märkte im Ausland, sondern ermöglicht es auch, dass Spiel zum Sprachenlernen einzusetzen. Dies dürfte auch eher geschehen, denn den Begriffen merkt man die deutsche Perspektive deutlich an, insbesondere bei den erwähnten Personen.
Da die Karten viersprachig sind, sind sie allerdings auch vorne und hinten bedruckt. Wenn man nicht dran denkt, können derweil gewitzte Mitspieler auf der Rückseite den eigentlich zu erratenden Begriff lesen.
Spielbar ist Teamwork ab vier Mitspielern, aber es macht erst in einer größeren Runde richtig Spaß. Der Vorteil ist, dass eine Partie trotzdem nicht zu lange dauert und selbst bei 10 Leuten innerhalb von 20 Minuten abgeschlossen ist.

Fazit:Teamwork Musik ist ein kleines, unterhaltsames Spiel. Das Spielkonzept selber ist recht einfach. Es dürfte sich vor allem bei Orchesterprobenlagern und auf Chorfahrten großer Beliebtheit erfreuen.




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