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White Dwarf 118 - Oktober 2005
Von Michael Mingers

Rezension erschienen: 28.09.2005, Serie: Zeitschriften, Autor(en): V.i.S.d.P. Maik Knopf, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 121, Erschienen: Oktober 2005, Preis: 5,95 Euro


Nach der Neuerscheinung des Herr der Ringe Tabletops im letzten Monat, gibt es natürlich viel Material zu diesem System im aktuellen White Dwarf. Sogar Gratisbeilagen für Der Herr der Ringe sind diesmal dabei! Diese sind eine Posterkarte eines Teils von Mittelerde sowie das zugehörige Kampagnenheft. Mit diesem WhiteDwarf startet nämlich eine Der Herr der Ringe-Kampagne, in welcher die Reise der Gefährten nachgespielt werden kann. Die Szenarien sind dabei vorgegeben und deren Ergebnisse können auf der Games Workshop Internetseite eingegeben werden, damit am Ende eine Seite als die Gewinner festgestellt werden kann. Die Informationsseite zur Kampagne ist aber unnötigerweise im Kampagnenheft und zusätzlich im White Dwarf abgedruckt.
Ansonsten findet sich wie üblich ein sehr spezielles Der Herr der Ringe-Senario, in dem diesmal Lutz das Pony vor einigen Wargen fliehen muss. Dabei wird das Gelände immer wieder nach hinten verschoben, um die Geschwindigkeit zu simulieren. Dazu kommen ein Taktikartikel über den richtigen Einsatz der heroischen Eigenschaften und ein Spielbericht über die Minen Morias. Zwei bisher Herr der Ringe-unerfahrene Spieler versuchen sich an den Szenarien aus der neuen Grundbox und die Gefährten bekommen von den Moria-Goblins ziemlich auf die Mütze.

Für Warhammer Fantasy wird die Geschichte um Heinrich Kemmler und seinen Einmarsch nach Athel Loren weiter gesponnen. Diesmal muss er sich mit der Unterstützung einiger Hügelgräber flott eine Untotenarmee heraufbeschwören, um den überlegenen Streitkräften des Waldes wiederstehen zu können. Die neue vorgestellten Charaktermodelle sind dabei arg an der Grenze des verträglichen Balancings und einige schwache Beschwörungswürfe können bereits zu Beginn des Spiels über den Ausgang entscheiden. Ein weiteres Szenario gilt den Waldelfen, die während ihrer Wilden Jagd samt Orion, dem Herr des Waldes, bretonische Dörfer verwüsten. Zuletzt hält das Heft dann noch ein Baukastensystem für Ritterorden des Imperiums bereit, sowie einige bereits bestehende Orden mit neuen Regeln.

Warhammer 40.000 geht diesmal fast leer aus. Es gibt erweiterte Regeln für Einsatzkommandos und eine kleine Vorschau auf den neuen Codex für die Space Marines vom Orden der Black Templars. Die Einsatzkommandos werden dabei um eine interessante Option erweitert, nämlich den Einsatz einer Nemesis, die wie ein Endboss in einem Comupterspiel am Missionsziel wartet und um einiges stärker ist als der Rest der Antagonisten.

Ein großer Teil des White Dwarf geht auch diesmal wieder an Artikel zum Geländebau und zum Bemalen von Figuren. Es gibt Tipps zum Nachbau von Balins Grab sowie einen sehr umfangreichen Artikel zum Bau von Gebäuden. Die Konstruktion des Gebäudes wird durch die herauskopierbaren Schablonen sehr vereinfacht. Dazu gibt es Optionen, den Stil des Gebäudes mit einigen Kleinigkeiten komplett zu verändern. Sehr brauchbar! Der Beitrag zum Umbau von Hauptleuten bei Der Herr der Ringe birgt wenig Interessantes und die Bemaltipps für Legolas lassen ein Modell zurück, dass selbst jede MageKnight-Figur beschämt hätte. Professioneller geht es im Artikel zur Farbwahl der Waldelfen zu, die je nach Jahreszeit unterschiedliche Farbthemen haben. Der totale Wahnsinn bricht dann bei einem vierseitigen Beitrag zum Bemalen von Gesichtern aus. Um von diesem Artikel profitieren zu können, muss man bereits ein sehr guter Figurenbemaler sein, sonst hat man keine Chance es auch nur annährend in der Qualität zu schaffen, die hier angestrebt wird.

Zusätzlich gibt es wieder viele Seiten, die sich auf Games Workshop-Interna beziehen oder die deutsche Szene vorstellen. Zu Beginn des White Dwarfs wird auf zwei Seiten darauf hingewiesen, dass viele illegale Fälschungen der Games Workshop-Miniaturen im Umlauf seien. Im weiteren Verlauf der Zeitschrift stößt man dann immer wieder auf Bilder von der Drakenburg in Düsseldorf, der dritten Runde des Grand Tournament und der Eine-Million-Punkte-Herausforderung aus diversen Läden.

Fazit: An diesem White Dwarf werden vor allem Der Herr der Ringe-Fans ihre Freude haben. Wenn man nicht Waldelfen spielt oder die Warhammer 40.000-Einsatzkommandos mag, wird man aber nicht viel Interessantes entdecken können.




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