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Der Krieg der Spinnenkönigin 5: Verheerung
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 30.07.2005, Serie: Belletristik, Autor(en): Athans, Philip, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 429, Erschienen: April 2005, Preis: 10,95 €


Der Roman Verheerung von Philip Athans ist der fünfte Band des sechsteiligen Dungeon&Dragons-Epos Der Krieg der Spinnenkönigin. Sie Ereignisse spitzen sich ganz langsam zu und man merkt förmlich, dass der große Showdown unmittelbar bevorsteht.

Was bisher geschah:
Lolth, die Spinnengöttin der Drow, schweigt und verwehrt ihren Priesterinnen ihre Magie und jeglichen Beistand. Die matriarchalische Herrschaftsstruktur der Drow ist gefährdet: Ohne die Magie der Priesterinnen droht der Metropole Menzoberranzan die Vernichtung durch ihre zahlreichen Feinde. Zudem sehen auch abtrünnige männliche Drow ihre Chance, die gesellschaftlichen Verhältnisse zu ihren Gunsten zu verändern, und andere sinnen einfach nur auf Rache. Die Macht und die Zahl der Feinde ist groß, so wurde die Schwesternstadt Ched Nasad bereits völlig vernichtet. Nur Gromph, der Erzmagier Menzoberranzans, könnte den untoten Hexenmeister aus dem abtrünnigen Haus Agrach Dyrr aufhalten, dessen Verbündete mittlerweile in den Straßen Menzoberranzans kämpfen.

Die Erzählung konzentriert sich auf die Gruppe um die Hohepriesterin Quenthel und ihren dämonischen Neffen, einen Draegloth namens Jeggred, bestehend mittlerweile nur noch aus dem Magier Pharaun, dem Waffenmeister Ryld, dem Söldner Valas Hune sowie der aus Ched Nasad entkommenen Priesterin Halisstra und ihrer Sklavin Danifae. Bislang waren sie auf ihrer Suche nach der Göttin Lolth und der Ursache für ihr Schweigen erfolglos.

Halisstra, die letzte des ehemals über Ched Nasad herrschende Haus Nasad, ist von ihrem Glauben an Lolth abgefallen und hat sich Eilistraee, der Göttin der an die Oberfläche Faerûns zurückgekehrten Dunkelelfen, zugewandt. Zudem hat sie von ihrer neuen Göttin gleich eine schwere Aufgabe erhalten: Sie soll mit einer magischen Mondsichelklinge ihre ehemalige Göttin töten! Ryld ist verwirrt von den Lehren Eilistraees und entsetzt bei dem Gedanken, gegen Lolth kämpfen zu müssen. Er bleibt aber wegen seiner Liebe zu Halisstra bei ihr.

Wie geht weiter?
Quenthel und Pharaun setzen derweil ihre Reise in den Abgrund der Dämonennetze fort. An die Stelle der sonst üblichen, oft eskalierenden Streitereien ist nun die schiere Verzweiflung getreten. Die einst so hochnäsige und überhebliche Quenthel wirkt apathisch und hoffnungslos und dies nützt Danifae direkt in typischer Drow-Manier für ihre Zwecke aus. Während eines Erkundungsgangs mit Valas Hune gelingt es ihr zudem, sich von Halisstras Bindezauber zu befreien. Fortan ist ihr Leben nicht mehr mit ihrem verbunden und endlich kann sie Rache nehmen …

In der Drow-Stadt Menzoberranzan kämpfen der Erzmagier Gromph Baenre und der untote Zauberer und Verräter Dyrr gegeneinander. Aber währenddessen eskaliert die Situation im Abyss, der Heimatebene Lolths: Jeggred macht sich auf die Jagd nach den Verrätern Halisstra und Ryld und der Rest der Gruppe erreicht nun letztendlich nach langer Reise den Abgrund der Dämonennetze. Doch dieser hat sich scheinbar aus dem Abyss gelöst und bildet fortan eine vollkommen eigene Ebene. Quenthel gewinnt durch die folgenden Ereignisse an Zuversicht und übernimmt wieder die Führung.

Der Autor Philipp Athans rückt neben einer für die Drow äußerst wichtigen Neuigkeit vor allem den Erzmagier Gromph und die ehemalige Sklavin Danifae in den Mittelpunkt. Die Vorbereitungen für das Magierduell um Menzoberranzan und schließlich der Kampf selbst zählen zu den Highlights des Romans.
Die Konzentration auf Danifae tut sowohl Pharaun als auch Quenthel nicht wirklich gut, insbesondere Pharaun wirkt nicht mehr gewitzt und der Charakter verliert an Tiefe.

Fazit: Trotz kleinerer Schwächen bei der Darstellung einzelner Charaktere, die an einigen Stellen im Roman an Glaubwürdigkeit verlieren, ist auch diese Folge der Spinnenkönigin-Reihe überdurchschnittlich gute und äußerst empfehlenswert für alle Drow-Fans.




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