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HAPS
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 27.11.2000, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Ralf Sandfuchs, Verlag: Krimsus Krimskramskiste, Seiten: 2, Erschienen: 2000, Preis: 9,80 DM


"Das Meer... fast unendliche Weiten ... aber leider nicht unendlich viel Futter! Was macht also der moderne und weltgewandte Hai von heute? Er sucht sich einen schönen Strand. Einen, der in den Sommermonaten vor leckeren Touristen und unvorsichtigen Fischen nur so wimmelt und an dem man es sich so richtig gutgehen lassen kann. Nur leider gibt es eben auch nicht unendlich viele Strände, und andere Haie wollen ja schließlich auch was fressen. Und so ist auch der größte Geheimtip von Strand schon bald überlaufen. Und dann? Nun, auch der größte Gemütshai wird dann irgendwann ansetzen zum großen... HAPS."

HAPS ist ein Kartenspiel für zwei Personen ab 10 Jahren. Wie der einleitende Text bereits deutlich macht geht es hier ums Fressen. Zwei rivalisierende Haigangs aus je drei Haien streiten sich um die Jagdgründe die reichlich was zu bieten haben. Von Thunfischen, Heringen, Tauchern bis zu Delphinen und einem Liebespaar (!) finden sich im Wasser und die Meeresoberfläche hat auch den einen oder anderen leckeren Happen zu bieten.
Wer jetzt glaubt, daß sich die Haie nur möglichst viel einverleiben sollen, liegt völlig falsch: nein, möglichst sollten ganze Menüs zusammengestellt werden. Als Vorspeise dient vielleicht ein Krebs, gefolgt vom Hauptgang, den ein Manta-Rochen bildet und zum krönenden Abschluß gibt es einen Thunfisch als Nachspeise.
Wenn der Ozean leergefressen ist wird abgerechnet: man bekommt nicht nur Punkte für Fressen, sondern die Menüs bringen zusätzlich Punkte.

Wenn man sich den regeltechnischen Aspekt von HAPS anschaut, wird man erfreut feststellen, daß sie einfach gehalten sind und alles andere als "trocken" beschrieben wurden. Auf gerade mal zwei DinA4-Seiten wird alles notwendige erklärt und nach der kurzen Lektüre steht dem Spiel nichts mehr im Weg. Neben den Regeln werden noch die einzelnen Haie mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten vorgestellt. Die gewählten Namen lassen tief blicken: da gibt es El Tiburón, der spanische Gasstar; Great Whitey, der glaubt, der Herr der sieben Meere zu sein; Haichen Dick, bei dem der Name schon Programm ist; Mako Mike, der Mantafahrer unter den Haien; Old Sneakey, ein Hai der schon so ziemlich alles erlebt hat und daraus einen großen Vorteil ziehen kann; und schließlich noch Speedy, der schnellste Hai in der Gegend...

[img=left]http://www.lorp.de/images/cover/kartenspiele/haps_2.jpg[/img]Ralf Sandfuchs, der Entwickler dieses lustigen Spiels hat mit dem Illustrator Lutz Winter einen echten Glücksgriff gelandet. Die gelungenen Zeichnungen verleiten vielerorts zum Schmunzeln und an so mancher Stelle findet man immer wieder das eine oder andere lustige Detail. In Kombination mit den Namen und den Kurzbeschreibungen auf den Karten selber ergeben sie ein stimmiges und harmonisches Gesamtbild.

Weil HAPS ein reines Kartenspiel ist, man keinerlei Zusatzmaterialien benöigt und die Regeln schnell erklärt werden können, vereint es viele Vorzüge in sich. Dadurch ist es ein gelungenes Spiel für zwischendurch das immer wieder begeistern kann.




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