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Der letzte Wächter
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 16.11.2004, Serie: Belletristik, Autor(en): Grubb, Jeff, Verlag: Panini Verlags GmbH, Seiten: 338, Erschienen: 2004, Preis: 9,95


»Der letzte Wächter« ist dritte und damit der neueste Band aus der Reihe der WarCraft-Romane. Dabei haben die Ereignisse in diesem Buch eigentlich nur aufgrund ihrer Hauptfigur mit dem dritten Teil der erfolgreichen Spielserie zu tun.
Khadgar ist ein Magierlehrling der Magierfürsten von Kirin Tor und wird zum mächtigsten Magier Azeroths, Medivh, geschickt, um bei ihm zu lernen. Doch das Leben ist nicht leicht für einen Schüler Medivhs, schließlich muss man als erstes Ordnung in die Bibliothek des Magiers bringen und das ist aufgrund der enthaltenen Bücher gefährlicher als man glauben mag.

Khadgar lernt auf Greifen zu reiten und macht auf einer der Reisen mit seinem Meister auf unerfreuliche Weise Bekanntschaft mit einem Volk, das das Angesicht Azeroths dauerhaft verändern wird: den Orks.

Niemand scheint zu wissen, woher die muskelbepackten Grünhäute kommen und warum sie die Siedlungen der Menschen angreifen. Weshalb ist Medivh jedesmal so erschöpft, wenn er alleine auf Reisen war?

Diese Fragen stellen sich Khadgar und im Laufe der Zeit erfährt er mehr und mehr über seinen Meister und auch über die Herkunft der Orks. In Visionen sieht er Menschen und Orks auf einer roten Welt gegeneinander kämpfen und er sieht, wie Medivhs Mutter, Aegwynn, eine Armee von Dämonen erschlug und den Dämonenherrscher Sargeras offenbar vernichtete.

Nur langsam vermögen Lord Lothar, Champion des Königs von Azeroth, und die Halborkin Garona Licht in das Dunkel zu bringen.

Das Softcover-Buch, das unter dem Dino-Label vom Panini-Verlag veröffentlicht wurde, stammt unter dem Originaltitel »The Last Guardian« von Jeff Grubb, der bereits durch seine StarCraft-Romane eine gewisse Bekanntheit erlangt hat. Die gute Übersetzung stammt auch diesmal wieder von Claudia Kern, die ja auch die beiden vorhergehenden WarCraft-Romane übersetzt hatte.

Das handliche Taschenbuch hat gut 330 Seiten und das Coverbild von Sam Didier kommt dem Leser zurecht bekannt vor, ist es doch das ursprüngliche Cover des Add-Ons zu WarCraft II. Auch wenn man es anfangs nicht vermutet, hat das Bild mehr mit der Geschichte zu tun, als man denkt.
Das Buch ist eigentlich ein Rückblick Khadgars in späteren Jahren, ohne dass durch dieses Stilmittel zuviel verraten wird. Der Schreibstil Grubbs liest sich flüssig und setzt recht wenig Kenntnisse über die Welt von WarCraft voraus. Auch die Aufteilung des Buches in Kapitel mach Sinn und setzt an den richtigen Stellen Schnitte. Die Zahl der Akteure bleibt überschaubar und wer die PC-Spiele und vielleicht auch das WarCraft-Rollenspiel kennt, für den dürfte das Buch einige Lücken im Hintergrund schließen.

Fazit:
Das Buch ist sicherlich kein Werk der Weltliteratur, aber für Freunde der WarCraft-Welt ist es mit Sicherheit ein Buch, das in ihren Bücherschrank gehört.




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