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Kannibalen aus dem Jungel des Todes
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 15.06.2005, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Stephen Tassie, Verlag: Mario Truant Verlag, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 12,95 €


Willkommen zurück in der Welt der B-Movies! Nach »Die Grabräuber aus dem All« hat nun der Truant Verlag einen Nachfolger veröffentlicht. Eigentlich könnte man es kurz machen: gleiche Regeln, anderes Setting!
Diesmal geht es ab in den Dschungel, an der Seite von Lara Croft oder Indiana Jones auf der Suche nach dem Heiligen Gral oder gar der Bundeslade, hübsch kombiniert mit Tarzan und Jane, jede Menge Affen, Grabräuber, Moskitoschwärme, Menschenfresser und allem was man sonst noch so im tropischen Urwald findet.

Ging es bei »Grabräuber auf dem All« primär um Außerirdische und andere planetare Übergriffe, kommen nun die Fans der Schatzjäger-Filme voll auf ihre Kosten.
Wieder bedient man sich jeden möglichen Klischees, um den Anspruch eines B-Movies voll zu erfüllen. Wer sich die Karten mal genauer anschaut, entdeckt schnell zahllose Ähnlichkeiten zu bekannten Filmen: So gibt es zum Beispiel einen peitscheschwingenden Herrn mit Hut und eine leichtbekleidete Dschungelkönigin.
Die Kommentare und Sprüche auf den Karten machen wie bereits beim Vorgänger einen Großteil des Reizes dieses Spieles aus.

Zu Beginn gilt es zunächst, sich einen passenden Filmtitel zu überlegen. Dafür zieht man eine bestimmte Anzahl von Karten, auf denen jeweils ein Filmwort steht. Mit diesen bildet man einen passenden und möglichst langen Filmtitel. Dann kann es auch schon losgehen.

Durch Ausspielen seiner Handkarten kann sich jeder Spieler nach und nach seinen Film aufbauen. Mit ein wenig Glück hat er schon bald vor sich seinen Drehort, hoffentlich mit ein, zwei Darstellern liegen sowie vielleicht ein paar Requisiten. Diese ergeben zusammen einen bestimmten Verteidigungswert. Auf der Hand hat er zudem noch weitere Karten, wo sich neben anderen Drehorten, Darstellern und Requisiten auch Monster tummeln. Um die Dreharbeiten seiner Konkurrenz zu sabotieren, kann man seine eigenen Filmmonster auf sie hetzen. Diese haben einen bestimmten Angriffwert. Ist das Monster mächtiger als der Verteidigungswert des gegnerischen Films, so kommt ein Darsteller um und seine Requisiten fliegen ebenfalls raus.
Um dem ganzen noch ein wenig mehr Pepp zu verleihen, können Spezialeffekte eingesetzt werden, die man jederzeit ausspielen kann. Diese können den Verlauf eines Filmes total verändern oder sogar die eigenen Monster gegen einen aufbringen.

Gespielt wird so lange, bis ein Spieler eine Abspannkarte zieht und er diese ausspielt. Um sie ausspielen zu können, benötigt er jedoch noch eine Karte mit er Eigenschaft "Schatz". Sobald der Abspann ausgespielt wurde, ist jeder noch einmal an der Reihe und dann endet der Film.
Sieger ist, wer die meisten Punkte gesammelt hat. Hierfür wird der Verteidigungswert der ausliegenden Karten des Films zusammengezählt. Sollte man Karten in seinem Besitz haben, die Teile des Filmtitels beinhalten, gibt es zusätzliche Bonuspunkte. So kann sich selbst zum Schluss das Blatt noch gewaltig wenden.

»Die Kannibalen aus dem Jungel des Todes« sind ein völlig eigenständiges Spiel, es kann aber durchaus mit einer kleinen Regelanpassung mit »Die Grabräuber aus dem All« kombiniert werden. Die Regeln sind größtenteils identisch.

Fazit:
Endlich kommen nun auch die Dschungel-Fans voll auf ihre Kosten! Das B-Movie-Kartenspiel ist sicher nicht jedermanns Geschmack, wer sich aber für diesen Filmgenre interessiert, wird sicher viel Spaß beim Spielen haben.




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