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Das ist mein Parkplatz!
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 16.10.2004, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Chris Clark, Verlag: Mario Truant Verlag, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 8,50


"Das ist mein Parkplatz!" ist das neueste, als Übersetzung erschienene, Gesellschaftsspiel aus dem Verlag Truant, der sich ja mittlerweile mit Spielen wie "Findet Doktor Lucky!" einen Namen gemacht hat. Wie der Name bereits andeutet, ist das Ziel, sich in den überfüllten Straßen einer Großstadt einen Parkplatz zu sichern, und das notfalls mit Waffengewalt!
Die Verpackung enthält fast alles, was man zum Spielen braucht: einen Spielplan in A4, sieben hölzerne Spielsteine/Autos in verschiedenen Farben, 50 leere Fahrzeugbögen und die angenehm kurze Anleitung. Das einzige, was man noch zusätzlich braucht, ist ein einzelner sechsseitiger Würfel.
Das Spielprinzip ist simpel und schnell erlernt. Jeder Spieler versucht, möglich schnell und unbeschadet von seiner Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück zu kommen, wobei er natürlich verhindern will, dass dieser Erfolg auch den anderen Spielern beschert ist. Um die anderen Verkehrsteilnehmer aufzuhalten, ist natürlich jedes Mittel recht, egal ob es sich nun um die bloßen Fäuste oder eine AK74 handelt. Jede Art von Ausrüstung modifiziert die Wurfergebnisse bei Angriffen oder anderen Aktionen. Aber Vorsicht, denn auch die Polizei ist auf der Straße unterwegs und wenn man fremde Autos zu regelmäßig und offensichtlich zu Schrott verarbeitet, ist schnell das Punktekonto voll, der Führerschein entzogen und man darf seinen Wagen zum Idiotentest schieben. Verschrotten kann man gegnerische Waffen übrigens der Einfachheit halber auch durch Rammangriffe, bei denen zwar das eigene Fahrzeug geschädigt wird, das gegnerische aber in höherem Ausmaß.
Das Geld, das man auf der Arbeit verdient hat, kann man natürlich auch problemlos wieder ausgeben, indem das eigene Auto wieder aufgetankt und repariert wird, man die Bewaffnung aufrüstet und, auf Wunsch mit Hilfe von Erpresserfotos, andere Spieler vor Gericht zerrt und in den Ruin klagt.
Aber das eigentliche Ziel, einen Parkplatz zu finden, ist schwerer zu erreichen als man denkt, schließlich darf man Feuerwehrzufahrten, Behindertenparkplätze und Ladezonen nicht zuparken.
Wer jetzt denkt, dass man verliert, wenn das eigene Auto nur noch Schrottwert hat, der liegt falsch! Das Auto ist nämlich beim Gebrauchtwagenhändler ersetzbar. Das eigene Leben aber nicht. Und das ist stark gefährdet! Einerseits durch die anderen Verkehrsteilnehmer, andererseits durch die normale Erschöpfung im Straßenalltag, die sich nur durch Schlafen in der eigenen Wohnung auskurieren lässt.
Abgewickelt werden sämtliche Ereignisse im Spiel durch Würfelwürfe, die durch die gegebenen Umstände modifiziert werden. Ein Spiel mit vier Mitspielern dauert maximal 1 ½ bis 2 Stunden.
An Kritik gibt es eigentlich kaum etwas anzumerken, abgesehen von zwei Punkten: Es hätte sicher nicht geschadet, dem Spiel einen Würfel beizulegen, und auch der Spielplan hätte in einer anderen Farbe als kartongrau ansprechender gewirkt.
Fazit: "Das ist mein Parkplatz!" ist ein sehr amüsantes Spiel für jeden, der schon einmal auf der Suche nach einem Parkplatz war und dabei dreimal erfolglos um den Block kurvte, also de facto für jeden Autofahrer. Gleichzeitig ist das Spiel durchaus partytauglich, grade weil es schnell und einfach zu erlernen ist.




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