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White Dwarf 106 - Oktober 2004
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 22.10.2004, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: 2004, Preis: 5,95 €


Den White Dwarf Nummer 106 gibt es in 2 verschiedenen Ausführungen, die sich allerdings nur an ihren Coverbildern und den beigelegten Aufklebern unterscheiden lassen. In der einen Variante ist ein Space Marine der Crimson Fists abgebildet, während das andere Cover von einem Tyranidenkrieger geziert wird.
Hauptthema des Heftes ist diesmal die neu erschienene Einsteigerbox für Warhammer 40k, "Kampf um Macragge". In diesem Zusammenhang werden in "Erste Schritte" die grundlegenden Spielmechanismen von Tabletops erklärt und auch die Veranstaltungen rund um das Hobby werden beleuchtet.
Direkt im Anschluss stockt Adam Troke die Szenarios aus der "Kampf um Macragge" Box mit 3 weiteren Missionen auf, die in die Reihe der ursprünglichen Szenarien einbauen kann. Dabei wird vor allem das erzählerische Element in den Vordergrund gerückt und der Spieler in den Kampf gegen die Tyraniden involviert.
Für Anfänger gedacht, ist die Anleitung zum einfachen Bemalen der Space Marines aus der Box, die zeigt, wie man schon mit einfachen Mitteln ein gutes Ergebnis erzielen kann. Auch die Anleitung für den Bau eines Wüstenhügels ist für Anfänger geeignet, gibt allerdings auch für erfahrenere Modellbauer Tipps für den Geländebau.
Die Missionen aus der Starterbox werden, mit Erläuterungen der Regeln versehen, gleich in einem Spielbericht ausprobiert und so kann der Leser die Umsetzbarkeit der Missionen auf dem Spielfeld mitverfolgen und für sich selbst beurteilen.
Natürlich soll auch Warhammer 40k im Allgemeinen nicht zu kurz kommen und so erklärt Adrian Wood, wie er seine alte Orkarmee auf die neue Edition umgestellt hat und wie er sich bei der Auswahl der neuen Miniaturen entschieden hat.
Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Veröffentlichung des neuen "Codex: Space Marines" gibt es in dieser Ausgabe einen ersten Einblick in das neue Buch, zusammen mit einer Kurzgeschichte, Bildern der neuen Veteranenmodelle und Konzeptskizzen für die neuen Modelle.
Ebenfalls in diese Sparte fällt der Bericht über das menschliche Imperium, der sich allerdings stark an Neulinge in der Spielwelt richtet und erfahrenen Spielern nichts Neues bietet. Erfreulich an diesem Artikel ist aber die doppelseitige Sternenkarte, auf der die Ausdehnung des Imperiums einschließlich wichtiger Welten verzeichnet ist.
Das Herr der Ringe Tabletop wird diesmal gleich mit mehreren Szenarien ausgestattet. Führt Boromir im ersten Szenario einen Angriff auf ein Heerlager der Haradrim an, um Vorräte zu zerstören und die Pferde der Reiterei von Harad zu vertreiben, so müssen im zweiten Szenario die Ritter von Dol Amroth vor einem Überfall der Korsaren von Umbar retten. Dabei ist letzteres Szenario in kleines, schnell zu spielendes Gefecht, während Boromirs Aufgabe schon etwas mehr Zeit erfordert.
Steve Cumiskey und Adrian Wood schließen ihre Artikelreihe "Von Gut & Böse" ab und planen die letzten Feinheiten ihrer jeweiligen Armeen, wobei sie ebenfalls auf zukünftige Vorhaben und Ausbauten eingehen. Zum Abschluss stellt Mat Ward noch Maethor, ein Charaktermodell der Truppen Gondors, vor. Hierbei wird neben einem eigenen Szenario für den Charakter und einer ausgedehnten Hintergundgeschichte auch die Erfahrung des Charakters im Laufe seiner Karriere in Werten umgesetzt.
Warhammer Fantasy bekommt mit dieser Ausgabe seinen eigenen Taktikratgeber, das "Tactica Warhammer", wobei in dieser Aufgabe erst einmal die Grundlagen vermittelt werden, sowie näher auf gutgeplante Truppenbewegungen und vorausschauende Aufstellung eingegangen wird.
Besonders interessant für Teilnehmer an der großen "Sturm des Chaos" Kampagne für Warhammer ist mit Sicherheit das F&A zum Armeebuch der Kampagne. Hier werden Regelfragen zu jeder einzelnen der verschiedenen Armeen geklärt und zum teil auch Regeln klarifiziert, die außerhalb der Kampagne Gültigkeit haben.
In diesem Monat wird auch Raumflotte Gothic als kostenloses Regelwerk-PDF im Internet veröffentlicht, was für den White Dwarf Anlaß ist, das System dem Unkundigen Leser kurz vorzustellen und die Raumkriegsflotten der Ultramarines, wie sie überall in der Galaxis üblich sind. Dabei wird nicht nur auf Taktik und Geschichte des Ordens eingegangen, sondern auch die verschiedenen Welten des Ultramar-Sektors, die Geschichte der Kämpfe zwischen Marines und Tyraniden und die Schlachtkreuzer der Space Marine-Flotten werden vorgestellt.

Fazit: Es darf bezweifelt werden, ob Spielezeitschriften jetzt unbedingt ein Variant-Cover brauchen, so wie es bei Comics ja mittlerweile recht häufig ist. Habe leichte Zweifel daran, ob man den Spielern auf diese Weise das Geld aus den Taschen ziehen sollte. Inhaltlich allerdings kann man sich nicht beklagen, denn die Ausgabe 106 des White Dwarf ist ihr Geld wert.




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