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Mephisto #17
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 14.10.2004, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Martin Ellermeier (Hrsg.), Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: 82, Erschienen: 2001, Preis: 4,50


Ausgabe Nummer 17 des Mephisto-Magazins erschien Anfang Februar 2002 und war vorerst letzte Mephisto, die mit 82 Seiten auskommen mußte, da der Umfang der späteren Ausgaben aufgestockt wurde.
Auch diese Ausgabe ist natürlich wieder bis zur letzten Zeile vollgestopft mit Abenteuern, Hintergrundartikeln, News und Kritiken.
Den Artikelreigen eröffnet auch dieses Mal Boris Kochs "Wortgemetzel", in dem ihm und seiner spitzen Feder diesmal speziell der zweite Film der Harry Potter-Reihe und die Star Wars Fans, die monatelang vor dem Kino auf den Start von Episode 2 warten, zum Opfer fallen.
Immerhin elf Seiten verbraucht dieses Mal der News-Bereich, der mit Neuerscheinungen von Feder & Schwert, Pegasus und FanPro, präsentiert von Mitarbeitern der jeweiligen Verlagshäuser, ebenso aufwarten kann, wie mit Neuigkeiten aus dem aktuellen Kinoprogramm, den Veröffentlichungen im Bereich der Horror-Literatur und dem Bereich der Tabletop-Spiele. Unter letzteren wird diesmal das Fantasy-Tabletop "Celtos" aus dem Hause i-Kore besonders hervorgehoben. Eine Miniatur dieses Spiels der nächsten Mephisto beiliegen soll.
Aber auch der Bereich der virtuellen Spiele bleibt von Veröffentlichungen nicht verschont. Ein halbes dutzend Computerspiel-Titel werden angekündigt bzw. kurz vorgestellt.
Der erste eigenständige Artikel der Ausgabe heisst "Der Orden der Kinder des Seth", wurde von Björn Lippold verfasst und befasst sich mit einem menschlichen Geheimbund, der durch einen mysteriösen Zufall im 10. Jahrhundert auf Fragmente des Buches Nod stieß und seitdem immer weiter Informationen über die Kainskinder sammelt. Dabei beschäftigt sich der Artikel aber nicht nur mit den Kainskindern sondern auch mit anderen Bewohnern der Welt der Dunkelheit.
Direkt im Anschluß setzt der selbe Autor die Magus-Chronik Engel der Asche fort, indem er im "Letzten Gefecht" die Spielercharaktere mit einem rachsüchtigen Marodeur, einem (wie sollte es anders sein) machthungrigen Tremere-Vampir und noch der einen oder anderen Widrigkeit konfrontiert. Dabei ist nicht nur die eigentliche Aufgabe rund um ein gesuchtes Artefakt zu lösen; auch die Nachwirkungen dieser Suche wollen bedacht werden.
Auch das nächste Abenteuer stammt von Lippold, ist allerdings für Feder & Schwerts Chroniken der Engel konzipiert. Hier werden die Engel-Charaktere zu Hilfe gerufen, als eine merkwürdige Seuche, die anscheinend aus einem alten Kellergewölbe kommt, ein Dorf bedroht. Dass auch noch Agenten des Diadochen von Aachen auftauchen, um sich das Kellergewölbe ebenfalls anzusehen, macht die Aufgabe der Engel nicht eben leichter.
Ein besonders amüsanter Leckerbissen für Shadowrun-Fans stellt "Karl Kombatmage" von Guido Hölker dar. Diese Fernsehserie aus dem Shadowrun-Universum geisterte über die Jahre hinweg immer mal wieder durch die deutschsprachigen Publikationen, aber nie wurde geklärt, was es nun mit dieser mysteriösen Serie auf sich hat. Das Warten hat jetzt jedoch ein Ende, denn mit diesem Artikel wird nun endlich in Form eines InGame-Textes das Geheimnis gelüftet. Illustriert von Klaus Scherwinski und durch "Erzittert, Konzerne!" gleich noch mit einem angemessenen Abenteuer versehen, dürfte das vorliegende Material für einige gute Lacher sorgen.
Das postapokalytische Genre will natürlich auch versorgt sein und so verfasste Christian Günther, Autor des Rollenspiels Degenesis, für selbiges ein Abenteuer namens "Die Generationenbrücke". Die Spieler geraten zwischen die Fronten zweier Clans, die über die Auslegung alter Aufzeichnungen zerstritten sind.
Das Abenteuer ist zwar gut in den Hintergrund eingearbeitet, von der Grundidee her aber nichts Neues.
"Suck This!" ist eine bitterböse Satire auf die Vampirverliebtheit der Gegenwart und gleichzeitig eine kleine, feine Kurzgeschichte des Autors Christian von Aster.
Auch die Autoren der phantastischen Literatur sollen natürlich nicht zu kurz kommen und so wird in einem ausführlichen Portrait der, bereits von H. P. Lovecraft geschätzte, Algernon Blackwood vorgestellt. Ein Interview mit dem Maddrax-Autor Bernd Frenz findet sich ebenfalls in dieser Mephisto-Ausgabe.
Als letzten Artikel vor dem ausgedehnten Kritiken-Bereich findet der geneigte Leser noch das Endland-Abenteuer "Clankampf", das allerdings nicht viel mehr als ein Standardabenteuer mit leichtem Detektiv-Einschlag und einer Prise Jugger ist.

Fazit: Insgesamt ist auch die Nummer 17 des Mephisto-Magazins eine runde Sache geworden und enthält durchaus den einen oder anderen Höhepunkt. Man kann also auch diesmal unbeschadet zugreifen.




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