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Mephisto #26
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 19.09.2004, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Hrsg. Martin Ellermeier, Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: 68, Erschienen: 2004, Preis: 3,95


Fast ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die aktuelle Mephisto erscheinen konnte. Das ist zwar ein ziemlich langer Zeitraum für ein Magazin, das alle 2 Monate erscheinen soll, aber die Zeitschrift ist und bleibt nun mal ein Freizeitprodukt der Redakteure, was die Wartezeit zwar nicht leichter macht, aber immerhin erklärt.

Der Heftumfang wurde auf 66 Seiten gekürzt, um die Redaktionszeit durch fehlende Artikel, die das Heft füllen müssen, nicht noch zu verlängern, dafür kostet die Ausgabe aber auch nur noch 3,95 Euro anstelle der sonst üblichen 6 Euro. Hinzu kommen, zumindest für Abonnenten, ab jetzt regelmäßige Beilagen in Form von Zusatzheften und Infomaterial aus der Comicbranche.

Insgesamt will sich das Heft jetzt auch den weniger düsteren Welten widmen, wobei abzuwarten bleibt, wie gut dieser Wechsel umgesetzt wird. Nach diesen nicht ganz unwichtigen Informationen kommt natürlich auch wieder jede Menge Inhalt in Form von Neuigkeiten, Rezensionen, Artikeln und Abenteuern.

Den Anfang macht natürlich auch dieses Mal der prall gefüllte News-Bereich mit Informationen aus der deutschen und englischsprachigen Rollenspielszene. Die Neuigkeiten sind informativ, aufgrund der verzögerten Drucklegung des Heftes aber nicht mehr wirklich aktuell.

Detaillierte Informationen zu Neuerscheinungen für Call of Cthulhu gibt es in Frank Hellers Werkstattbericht »Aus Äonen«, der den Leser darüber informiert, was denn im Abenteuerband desselben Titel an Material enthalten sein wird.

Die Mephisto-eigene Engel-Chronik »Himmel über Aachen« wird von Björn Lippold in »Die Ruhe vor dem Sturm« mit zwei neuen Szenarien versorgt, die problemlos zu vollwertigen Abenteuern ausgebaut werden können. Zudem geben sie auf den weiteren Verlauf der Chronik bereits die ersten versteckten Hinweise. Engel-Spielleiter werden mit Sicherheit Verwendung für das Material haben.

Material, das zwar primär für Lovecrafts Cthulhu konzipiert ist, aber auch in jedem anderen Rollenspiel Verqwendung finden kann, stellt der Artikel von Tobias Krug über Kryptologie dar.

Eine der längsten Artikelreihen der Mephisto, die Magus-Chronik »Engel der Asche«, wird in dieser Ausgabe mit »Offenbarungen und Entscheidungen« zum Ende gebracht und hält für die Spieler noch die eine oder andere unerwartete Wendung parat. Wer also Magus mag, dem sei diese Chronik insgesamt aufs Wärmste empfohlen.

»Meister Almighty« von der Shadowrun-Autorin Maike Hallmann ist ein Artikel ganz anderer Art. Diese wunderbare Satire auf die verschiedenen Eigenarten und Schwächen von Spielleitern ist sehr amüsant und gar nicht so weit weg von der Realität, wie man gerne glauben möchte.

Der Entwickler Christian Günther des postapokalyptischen Rollenspiels »Degenesis« steuert das Abenteuer »Gedankenlos« bei. Es bindet die Spieler ein Stück weiter in den Metaplot ein und lehrt sie einiges über die Hackordnung (im wahrsten Sinne des Wortes) der Apokalyptiker.

Viel Platz beansprucht das Interview mit dem Phantastik-Autor Michael Marrak, welches dem Leser einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt des erfolgreichen Autors bietet.

Natürlich kommen auch die Tabletop-Freunde in dieser Mephisto nicht zu kurz. Ihnen wird mit »Wenn Sterne fallen« ein Warhammer-Fantasy-Szenario dargeboten, in dem sich eine Horde Skaven mit einem beliebigen anderen Volk um einen großen Warpstein-Meteor schlägt. Neben den detaillierten Szenarioinformationen findet sich mit Serkrasst, dem heiligen des Seuchenklans, ein besonderes Charaktermodell für die Skaven, auf den Seiten des Artikels wieder.

Den Abschluss macht wie immer die Rubrik der Rezensionen und Tests, über die sich allerdings nicht viel sagen lässt, da sie einen kritischen Überblick über mittlerweile nicht mehr ganz so aktuelle Produkte bietet.

Fazit:
Insgesamt ist auch diese Ausgabe wieder eine Kaufempfehlung, nicht zuletzt auch wegen des gesunkenen Preises und der trotzdem gleichgebliebenen Qualität des Magazins. Wollen wir hoffen, dass das auch so bleibt.




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