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Tradetalk #11
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 07.09.2004, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Ingo Tschinke (Hrsg.), Verlag: The Chaos Society - c/o Ingo Tschinke, Seiten: 46, Erschienen: 2001, Preis: 5,00 Eur


Die Ausgabe 11 des »Tradetalk Magazins«, der Zeitschrift für RuneQuest und HeroWars, befaßt sich mit der Stadt Handra und den New Fens.

Peter Metcalfe eröffnet den Reigen der Artikel mit einer Timeline für Handra, die stimmungsvoll geschrieben ist und nicht nur wichtige Daten sondern auch jede Menge Hintergrund über die Gründung und Entwicklung der "Stadt der 7 Inseln" liefert. Die zugehörige Karte ist zwar etwas unscharf geraten und auch nicht sonderlich detailliert, aber sie läßt dem Spielleiter genug Freiraum, Lokalitäten selbst zu plazieren.

Eine Beschreibung der ethnischen, sozialen, religiösen und politischen Gruppierungen findet man ebenso im nächsten Artikel, wie auch über die Kirche Handras. Beide Artikel sind schnell gelesen und nicht zu umfangreich, so dass ein Spielleiter diese problemlos verwenden kann.

Die Gilden und Elandra, Schutzgottheit der Diebe, spielen in der Stadt eine besonders große Rolle und haben daher natürlich ebenfalls eigene Artikel bekommen. Diese halten den Standard der vorhergehenden Artikel und füllen Handra erfolgreich mit weiterem Leben, so dass sich ein rundes Bild der Stadt entwickelt.

Die "Newtlings of Glorantha" dagegen, haben nur am Rande mit Handra zu tun, da diese amphibischen Humanoiden de facto überall in der nähe von Wasserflächen anzutreffen sind. Diese neue Rasse ist ausführlich beschrieben, so dass dem Spielen eines Newtlings eigentlich nichts mehr im Wege steht.

Die "Pralori Hunters" und die "Broos", zwei Völker aus wilden Jägern und bestienhaften Räubern werden im Gegensatz dazu nur kurz angerissen und sind eigentlich nur als Nichtspielercharaktere gedacht. Trotzdem reichen die in den Artikeln enthaltenen Informationen aus, um sie als Begegnungsmöglichkeiten zu verwenden.

Die "Harandings" dagegen sind ein Stammesverband unabhängiger, freiheitsliebender Barbaren, die vor Niemandem das Knie beugen. Auch sie sind eingehend mit Alltagsverhalten, Glauben und sozialem Gefüge beschrieben und stellen einen guten Gegenpol zu den "zivilisierten" Bewohnern Handras dar.

Da auch Kreaturen in diesem Heft natürlich nicht fehlen dürfen findet der Leser an dieser Stelle "Hurlanth den Sturmlöwen" als Raubtier und die unheimlichen "Insektenwesen vom Volk der Shaggai", die sehr gut in ein Cthulhu-Szenario passen würden.

Den Abschluss des Magazins macht dann der Artikel "Legends of the Tarinwood", der dem Spielleiter Legenden zugänglich macht, mit denen er finstere Wälder noch geheimnisvoller machen und ihnen mehr Tiefe verleihen kann.

Fazit:
Insgesamt hinterlässt »Tradetalk #11« bei mir einen guten Eindruck, vor allem, da die Texte mehr Wert auf Stimmung als auf Werte legen und sie praktisch für fast jede Fantasywelt verwendbar sind. Insofern kann ich das Heft flexiblen Spielrunden durchaus empfehlen.




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