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White Dwarf 99 - März 2004
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 02.11.2004, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: , Erschienen: März 2004, Preis: 5,95 Euro


Der White Dwarf 99 war die letzte Ausgabe mit einer zweistelligen Nummer und so stand eigentlich alles unter den Vorzeichen der Jubiläumsausgabe. Hauptthemen sind diesmal vor allem Geländebau und Hintergrundinformationen zu Regionen und Persönlichkeiten aus den Welten von Warhammer und Warhammer 40k.

Das Tabletop zum Herrn der Ringe kommt natürlich auch nicht zu kurz, ist doch zeitgleich mit dieser Ausgabe das Erweiterungsbuch "Die Belagerung von Gondor" erschienen, was Anlass für eine ganze Reihe von Artikeln ist. So findet der Leser nicht nur die Ansichten des Entwicklers, Mat Ward, über das Buch in dieser Ausgabe, sondern auch gleich Basteltips zum Zusammenbau und zur Bemalung der neuen Belagerungswaffen und Kriegsmaschinen. Wer die neuen Waffen auch sofort in Aktion erleben will, der sollte den Spielbericht "Die Belagerung von Minas Tirith" lesen und sich an dem Szenario "Auf die Mauern" versuchen. In letzterem müssen sich Beregond und Faramir solange gegen angreifende Diener Saurons behaupten bis endlich Verstärkung eintrifft. Mit all diesem neuen Spielmaterial dürfte es also nicht mehr lange dauern, bis die Wälle Gondors vom Einschlag riesiger Steinbrocken aus den Katapulten Saurons erbeben.

Auch die Bilder von GWs internem Malwettbewerb, bei dem es diesmal um die Figur des berittenen Aragorn ging, machen Eindruck und vermitteln gleichzeitig neue Ideen zum Bemalen von Reitern. Noch mehr Bastelanleitungen für Miniaturen dieses Tabletops stammen von Steve Cumiskey und Adrian Wood, die zeigen, wie man Waldläufer umbaut und sich Boote und ein Flussgelände bastelt. Natürlich gibt es für dieses Gelände auch Regeln für den Einsatz von Booten und ein Szenario, bei dem Truppen Gondors einen Fluss hinunterfahren müssen, ständig bedrängt von den Häschern Saurons. Das Regelmaterial ist sinnvoll aufgebaut und es ist nun problemlos möglich, auch die Landung der Truppen des Dunklen Herrschers in Osgiliath nachzuspielen.

Die "Sturm des Chaos" Kampagne für Warhammer 40k wird in dieser Ausgabe fortgesetzt. Im entsprechenden Artikel finden sich sowohl festgelegte Ereignisse, die sich im Laufe der wochenlangen Kampagne zutragen, als auch Ereigniskarten, die von Spielern variabel einsetzbar sind und die stark an die Strategiekarten aus der 2. Edition erinnern. Mit diesem Material lässt sich eine wirklich flexible und spannende Kampagne spielen.
Den Seuchenmarines der Deathguard, Anhängern des Chaosgottes Nurgle, wird eine Kurzgeschichte gewidmet, in der sie eine imperiale Stellung stürmen, die von loyalen Space Marines vom Orden der Imperial verteidigt wird.
Im "Index Astartes" wird diesmal auf die Tradition der Techmarines eingegangen, die Bewahrer des technologischen Wissens innerhab der einzelnen Orden. Dabei werden nicht bloss ihre Aufgaben dargestellt, sondern es wird auch ein Einblick in ihre Ausbildung und einige Arten von Techmarines, die nicht am Codex Astartes festhalten, gewährt.
Eine Vorschau auf den Codex: Hexenjäger gibt es ebenfalls, in der nicht nur die neuen, beeindruckenden Miniaturen der Inquisition und des Adeptus Sororitas präsentiert werden, sondern auch in einer Kurzgeschichte die Handlungsweise eines Inquisitors des Ordo Hereticus verdeutlicht wird.

Der Hintergrund von Warhammer Fantasy wird in dieser Ausgabe des White Dwarf erheblich ausgebaut, findet sich doch diesmal eine detaillierte Zeitline des Bretonischen Königreiches ebenso im Heft, wie eine Abhandlung über Sylvania und die Schlacht an der Waldstrasse. Dank des vorliegenden Materials sind die Bretonen nun mehr als ein Volk von Rittern und Landsknechten. Ihre Ursprünge werden offenbar und verleihen diesem Volk mehr Tiefe.
In diesem Zusammenhang erklärt Stece Cumiskey auch gleich in einem entsprechenden Artikel, wie man bretonische Bauernhütten baut und bemalt, um ein ansprechendes Gelände zu gestalten und Elena Brodskaja zeigt in einem Malworkshop, wie man die neue Feenzauberin der Bretonen bemalen kann. Aber damit nicht genug. Von Matt Parkes stammt zudem die Bemalanleitung für den bretonischen König, Louen Leoncoeur, auf seinem Hippogreifen.
Eines der alten Charaktermodelle der Echsenmenschen aus der 5. Edition von Warhammer Fantasy, der Slann-Magierpriester Lord Mazdamundi, wird in dieser Ausgabe auf die aktuelle Edition umgeschrieben und und eine Anleitung zur Verfügung gestellt, wie man das Model baut. Eine weitere Bauanleitung , diesmal für mutierte Bäume, stammt vonn Mark Jones und zeigt die Bauweise Schritt für Schritt und mit detaillreichen Fotos.
Im Spielbericht "Die Sieben Sigmariten" müssen sich sich 7 Anhänger Sigmars einer Armee von Chaoskriegern stellen, wobei jeder der Sigmariten von einem Spieler kontrolliert wird. Eine eher ungewöhnliche Kombination und dabei interessant zu lesen, wie sich die Taktiken auf dem Schlachtfeld wandeln, wenn man sich auf völlig neue Umstände einstellen muss.

Auch für Blood Bowl gibt es wieder neue Erweiterungen, diesmal in Form von Amazonen- und Khemri-Teams. Beide erhalten einen Eintrag, der dem der Teams aus dem Grundregelwerk entspricht und auch je einen Starspieler in Form von Lucky Luc, dem blitzenden Einhorn der Amazonen, und der Mumie Ramtut III. Beide Teams versprechen eine Menge Spass auf dem Spielfeld und auch die Erklärungen, woher die beiden Teams stammen, sind sehr amüsant.

Fazit:
Insgesamt ein guter White Dwarf, besonders aufgrund der Hintergrund-Artikel sowie der ungewöhnlichen Spielberichte und Szenarien. Auch wenn er kein Zwangskauf ist, kann man hier unbeschadet zugreifen.




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