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Dracula
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 20.01.2004, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Michael Rieneck, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: , Erschienen: Oktober 2003, Preis: 14,95 €


Jahrhunderte lang lebte Graf Dracula zurückgezogen in seinem Schloss in Transylvanien. Doch nun hat der Fürst der Finsternis seine Heimat verlassen und ist mit dem Schiff ins ferne London gereist, um dort Jagd auf unschuldige Opfer zu machen. Der berühmte Dr. van Helsing hat davon erfahren und ist in die nächste Kutsche nach London gestiegen. Dort beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Wenn es den furchtlosen Streitern um van Helsing gelingt, alle Grüfte der Vampire aufzuspüren und zu zerstören, entziehen sie dem Blutsauger die Existenzgrundlage. Doch sie müssen sich beeilen, denn wenn der Graf seine Opfer gefunden hat, ist es zu spät. Die Entscheidung fällt in dieser Nacht!


»Dracula« ist ein weitere Spiel aus der KOSMOS-Reihe »Spiele für Zwei«. Hierbei übernimmt ein Spiele die Rolle van Helsings und der andere die von Dracula. Beide Spieler erhalten jeweils eine Spielfigur, vier Energiesteine, 15 Begegnungskarten sowie 10 Handlungskarten.

Zum Spielbeginn wählen beide Kontrahenten sechs ihrer Begegnungskarten aus. Diese werden zusammen gemischt und auf den 12 Häusern des Spielplans ausgelegt. Die übrigen Bewegungskarten werden danach auf die Hand genommen.
Die Begegnungskarten sind die Zielkarten für den Mitspieler. Unter ihnen können sich Vampirgrüfte befinden, nach denen van Helsing sucht oder Opfer die wiederum für Dracula interessant sind. Jeder Spieler besitzt zudem noch ein Zeichen der Macht (ein Kruzifix von van Helsing bzw. an Amulett von Dracula).

Die Spieler dürfen sich nun abwechselnd bewegen. In einer Bewegung darf man bei jedem Schritt unter eine verdeckte Bewegungskarte sehen. Gehört die jeweilige Karten einem selbst, darf man diese gegen eine andere mit den verbliebenen Handkarten austauschen. Ist es jedoch eine gegnerische Karte ist die Bewegung beendet. Hat man eine Zielkarte gefunden (eine Gruft oder ein Opfer), so nimmt man sie an sich. Findet man eine gegnerische Figur, so kommt es zum Kampf. Gewinnt man die Auseinandersetzung, so legt man an diesen Ort eine eigene Begegnungskarte ab. Unterliegt man im Streit oder man entdeckt das Zeichen der Macht des Kontrahenten verliert man einen Energiestein.

Die Bewegung und der Kampf werden beide durch die Handlungskarten bestimmt. Zu Spielbeginn hat jeder Spieler fünf dieser Karten auf der Hand und darf sie erst aufstocken, wenn alle ausgespielt wurden. Diese Karten zeigen sowohl Bewegungs- als auch Kampfpunkte an. Sie erlauben dem aktiven Spieler Barrieren ein- oder umzusetzen, welche die direkte Bewegung zwischen zwei Orten auf dem Spielplan verhindern. Zusätzlich darf man noch die auf der Karte notierte Sonderaktion durchführen.

Ein Spieler gewinnt, sobald er alle Zielkarten seines Mitspielers gefunden hat oder dieser keine Energiesteine mehr besitzt.

Fazit:
»Dracula« ist ein sehr stimmungsvolles und vor allem schön gestaltetes Spiel. Die Regelbeschreibung ist bei der ersten Lektüre über die Verwendung der Handlungs- und Begegnungskarten ein wenig verwirrend, ansonsten aber leicht verständlich.

Nach den ersten Spielzügen hat sich einem das Spielprinzip schnell erschlossen. Diese Runden benötigt man auch um sich erst einmal einen Überblick über die verdeckten Karten zu verschaffen. Zu Beginn ist es einfach nur Glück, ob man eine eigene oder die Karte des Mitspielers aufdeckt. Man erfährt schnell, wo die jeweiligen Karten liegen. Schwieriger wird es damit, dass man die eigenen Karten beliebig austauschen kann. So entsteht für einem ein kleiner Raum für Bluff und Taktik. Mit Den Barrieren kann man den Weg des Mitspielers beeinflussen und seine eigenen Karten schützen, sie können aber auch leicht einem selber blockieren.

Nach den ersten Runden nimmt Spannung und Spieltiefe immer mehr zu und man lernt zugleich auch die Aktionen der Handlungskarten gezielter einzusetzen.
»Dracula« ist eines der qualitativ besseren Spiele aus der KOSMOS-Spielreihe »Spiele für zwei«, jedoch bleibt die Spieltiefe auf einem mittleren Level stecken und ist lediglich ein Spiel im oberen Feld der Mittelklasse.



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