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Mephisto #10
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 11.12.2003, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Martin Ellermeier (Hrsg.), Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: 108, Erschienen: 2000, Preis: 4,5 Euro


Die im November 2000 erschienene Mephisto Nr. 10 war die erste Jubiläumsausgabe der Zeitschrift und hat einiges an Material für den Leser zu bieten. Um Platz dafür zu schaffen, wurde die Ausgabe um 24 Seiten aufgestockt. So finden sich jetzt unter anderem jede Menge Abenteuer, ein Werkstattbericht zum Rollenspiel »Engel« von Feder&Schwert und Informationen zum TCG Vampire: The Eternal Struggle und zu Gegebenheiten in der Welt von »Shadowrun« in diesem Heft.

An erster Stelle steht wie immer der News-Bereich, gespickt mit Informationen zu den verschiedensten deutschen und internationalen Verlagen. Leider ist der News-Teil gesplittet, und der Rest der Neuigkeiten findet sich erst im letzten Viertel des Heftes.
Freunde der »Welt der Dunkelheit« finden in »Von Rittern & Drachen« ein von Björn Lippold verfasstes Abenteuer für das Rollenspiel »Wechselbalg: Der Traum«. Auf sehr unterhaltsame Weise wird gezeigt, dass auch unter den Feen-Wesen des Seelie-Hofes nicht alles Eitel Sonnenschein ist. Wer das System mag und spielt, wird sicher seinen Spass daran haben, sich unter einen Haufen Menschen auf einem Burgfest zu mischen.
Das KULT-Abenteuer »Zwischenfall« von Max Sinister schickt die Charaktere in eine militärische Forschungsanlage und hat durchaus das Potential, bei den Spielern eine Unsicherheit und Paranoia hervorzurufen, die an Szenen aus den Alien-Filmen erinnert.
Atra Poesis setzt seine Artikelreihe mit Beschreibungen der Unterwelt seines Spieles »Angeli« fort. Der Text über die Festung »Voernthorn« liest sich angenehm und ist mit gut gezeichneten Grundrissen und Charakterzeichnungen versehen.
»Spieglein, Spieglein an der Wand!« von Gabriel Birke ist ein Detektiv-Abenteuer für »Magus: Die Erleuchtung« und schickt die Spielercharaktere auf die Jagd nach dem magischen Spiegel eines alten Wikingers. Durchaus spannend geschrieben und mit einigen erstaunlichen Wendungen, ist das Abenteuer besonders für Spieler zu empfehlen, die Spass an Rätseln haben.
Der Artikel »Die V-Akten« bezieht sich auf den Artikel »Rollenspiel als Serie« (Mephisto #9) und beschreibt in Form eines Episodenführers die FBI-Kampagne »The Dark Corners« von Klaus Johann. Wer Interesse an einer Mystery-Kampagne im Stile von Akte X hat, wird sicher Gefallen an diesem Artikel finden, für jeden anderen ist das Material aber eher uninteressant.
Der Verlag Feder&Schwert liefert für diese Mephisto-Ausgabe eine Beschreibung der Erweiterung Sabbat War für das »Vampire: The Eternal Struggle«-Tradingcard Game. Für dessen Spieler sicherlich informativ, aber wer sich nicht für TCGs interessiert, kann die Seite guten Gewissens überspringen.
Pflichtlektüre ist meiner Meinung nach allerdings der Werkstattbereich zum Rollenspiel »Engel«, ebenfalls von Feder&Schwert. Die 4 Seiten machen neugierig auf das Spiel und lassen erahnen, welches Potential in Engel steckt.
Ebenfalls vorgestellt werden das Fantasy-Tabletop »Demonworld« und das Endzeit-Rollenspiel »Endland«. Zu diesen Systemen brauche ich hier allerdings nicht viel sagen, da die Spiele wie üblich samt Hintergrund und Regelmechanismus vorgestellt werden.
Für das WdD-Spiel »Jäger: die Vergeltung« hat Klaus Johann mit »Halloween - Ich weiss genau, welchen Film du letzten Winter gesehen hast!« ein Abenteuer geliefert, das bewusst an Teenie-Horror-Filme angelehnt ist. Illustriert von Marko Djurdjevic, ist das Abenteuer gut für einen Halloween-Abend mit Freunden geeignet.
»Grenzen der Macht« für Shadowrun stammt von Guido Hölker, einem Autor, der für seine gut recherchierten und geschriebenen SR-Artikel bekannt ist. Dieser befasst sich näher mit dem Thema der Exterritorialität von Konzernen und deren Auswirkungen. Für Shadowrunspieler ein Muss, einfach weil manche bisher schwer verständlichen Konzepte gut erklärt werden.
Zu den üblichen Rezensionen und dem »Heft im Heft« Nachtschatten ist an sich nicht viel zu sagen, außer dass durchaus wieder der eine oder andere Anreiz für mich dabei war, mein Konto zu schröpfen.
Insgesamt kann ich die Mephisto #10 empfehlen, denn es entspricht dem gewohnt guten Standard des Magazins




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