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Der Herr der Ringe - Das Duell
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 20.10.2002, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Peter Neugebauer, Verlag: Kosmos Verlag, Seiten: , Erschienen: 2002, Preis: 17,95 €


Herr der Ringe - Das Duell ist ein Spiel von Peter Neugebauer aus dem Hause Kosmos. Das Spiel für zwei Personen lehnt an den Herrn der Ringe von J.R.R. Tolkien an. Der Schauplatz ist die Brücke in Moria, auf der Balrog und Gandalf der Zauberer um die Vorherrschaft ringen. In diesem Duell entscheidet sich, ob es dem Balrog gelingt die Brücke zu überqueren oder ob Gandalf es schafft, sich gegen dieses Ungeheuer zu behaupten.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler ein Kartenset, welches aus 27 Karten besteht. Die einzelnen Brückenteile aus Pappe werden zusammengesetzt und auf den Spielplan gestellt. Die beiden Holzfiguren von Gandalf und dem Balrog werden am Fuß der Brücke auf die entsprechenden Seiten gestellt und wandern im Laufe des Spiels immer weiter nach oben. Außerdem besitzt jeder Spieler noch einen Energiestein, der auf die jeweilige Startposition auf dem Spielplan gestellt wird.
Ziel des Spiels ist es, entweder die oberste Stufe der Brücke zu erreichen, oder am Ende höher als sein Gegenüber auf der Brücke zu stehen
Der Spielablauf gestaltet sich aus insgesamt drei Duellen und einem finalen Zweikampf. In den ersten drei Duellen zieht jeder Spieler jeweils neun Karten, von denen sechs in einem Duell Verwendung finden. Die restlichen neun Karten, die sich aus den Restkarten der drei ersten Duelle ergeben bilden dann den Kartensatz für die finale Auseinandersetzung.

Das Spielprinzip ist relativ simpel. Jeder Spieler spielt in den Duellen abwechselnd Karten aus, die Stärkepunkte besitzen. Die Stärkepunkte werden miteinander verglichen, wobei auch die Position des einzelnen Punktes auf der Karte miteinander verglichen wird. So kann es schnell geschehen, was beide Spieler gegenseitig getroffen werden. Die Treffer wirken sich dann auf den Punktestand auf der Energieleiste beim jeweiligen Spieler aus.
Nachdem jeder sechs seiner Karten ausgespielt hat, wird der Abstand der Spieler auf der Energieleiste verglichen. Bei einem Abstand von 0,1 oder 2 Feldern, steigt die Figur des Gewinners auf der Brücke um eine Stufe nach oben. Liegen 3 oder 4 Felder dazwischen steigt diese um 2 Stufen auf, bei 5 oder mehr dazwischenliegenden Feldern gar um 3 Stufen. Stehen beide Energiesteine nach einem Duell auf einer Stufe verliert der Startspieler und die Figur des Gegners steigt um 1 Brückenfeld. Die anderen Duelle sowie das finale Duell laufen identisch ab.
Um das Spiel wenigstens ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten, gibt es noch Sonderkarten mit denen der Ablauf des Spiels aber kaum beeinflusst werden kann. Die Sonderkarten sind ebenfalls mit Stärkepunkten versehen. Zuerst wird der Schlagabtausch durchgeführt und dann ihre Sonderfunktion.

Leider verliert das Spiel sehr schnell an Reiz. Der Spielablauf ist wenig spektakulär und eher langweilig. Die Sonderkarten sollten ein wenig mehr Bewegung ins Spiel bringen. Schade ist dabei, dass die Karten wie der Rest des Spiels unausgegoren wirken und keine reizvollen Ideen beinhalten. Ein Beispiel hierfür ist die Karte "Balrogs Trick", welche ja eigentlich eine allein vom Namen her eine starke Auswirkung haben sollte. Sie besitzt aber folgende Sonderfunktion: "Balrog zieht eine Karte aus Gandalfs Hand und legt sie als eine der drei übrigen Karte fürs Finale ab". Wenn man das liest fragt man sich unwillkürlich, worin der Reiz dieser Karte liegen soll.
Die grafische Gestaltung von John Howe hingegen ist tadellos und tröstet ein wenig über das ereignislose Spielprinzip hinweg. Mit dem "Herr der Ringe - Das Duell" hat der Verlag nun gleich zwei Spiele von Peter Neugebauer im Programm. Warum aber Kosmos dieses Spiel verlegt hat, bleibt fraglich. Normalerweise spricht man dem Verlag mehr Anspruch zu.




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