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Livin' La Vida Dorka
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 30.10.2002, Serie: Belletristik, Autor(en): John Kovalic, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 143, Erschienen: 2002, Preis: 15,35 €


In Rollenspielerkreisen sind die Dork Tower-Comics von John Kovalic mittlerweile schon fast legendär. Bereits seit 2001 findet man unter www.dorktower.com regelmäßig neue Comicstrips.
Der Verlag Feder & Schwert hat sich nun der Dork Tower-Comics angenommen und erweist der Szene damit einen großen Gefallen. Die überzeugende Übersetzung von Oliver Hoffmann zeugt von einer sehr guten Kenntnis der deutschen Rollenspielszene. Im gesamten Band finden sich immer wieder dezente aber auch offensichtliche Andeutungen die nicht selten zum schmunzeln anregen. Die Art und Weise mit der er immer wieder den Nerv der deutschen Rollenspielszene trifft ist schon fast erschreckend.

Livin’ La Vida Dorka ist eine Sammlung von unzähligen kleinen Comicstrips. Matt, Igor, Ken und Carson sind die unumstrittenden Helden des Comics und allesamt eingefleischte Gamer. In den einzelnen Geschichten bekommt man einen wunderbaren Einblick in das Leben und der damit verbundenen Lebens- und Sinnkrisen der einzelnen Charaktere. Hauptsächlich drehen sich die Geschichten um Alltagssituationen im Leben eines Rollenspielers. Ihre Abenteuer rund um Rollenspiele, Computer und Konsolen meistern sie in der Gruppe, manchmal aber auch alleine. So stellen sie sich den fiesesten Tücken und Hindernissen, welche die Szene an Konsumprodukten mit sich bringt. Selbst die grandiosesten Einfälle der Produktdesigner und Regelbuchautoren überleben sie.

Wer schon einmal Rollenspiele ausprobiert oder sich mal mit Konsolen oder PC-Spielen beschäftigt hat, der wird sich an vielen Stellen in diesem Buch wiederfinden. John Kovalic schafft es auch eine unglaublich einfache und ansprechende Art und Weise eine Karikatur des Wesens "Rollenspieler" in Livin’ La Vida Dorka zum Leben zu erwecken.
Es ist einfach herrlich, wenn Matt über Sinn und Unsinn von D20 philosophiert, Igor wie ein Wahnsinniger versucht eine PSII zu erlangen und fast alles dafür tun würde, Carson an seinem Apple verzweifelt und Ken endlich versteht wofür es Palmtops gibt.
Spätestens wenn Matt, Igor, Ken und Carson beim Rollenspiel gegen den gefürchteten Turboniumdrachen kämpfen werden die Lachmuskeln des Lesern derart strapaziert, dass man sich nicht mehr halten kann.

Fazit: Man kann eigentlich nichts schlechtes über Livin’ La Vida Dorka sagen. Sicherlich mag der Preis dem ein oder anderen zu hoch sein, aber der Band ist es wert. Ich habe geschmunzelt, gegrinst und schallend gelacht, einfach klasse.




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