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No one lives forever 2
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 17.10.2002, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Sierra, Verlag: Vivendi Universal Interactive Publishing, Seiten: , Erschienen: 2002, Preis: 49,95 Euro


Cate Archer ist zurück. Nachdem die Geheimagentin in »No One Lives Forever« bereits Spieler begeisterte, erschien 2002 der Nachfolger des Egoshooter, bei dem es nicht nur um stupides Herumballern geht, sondern primär darum, mit Witz und Charme die eigenen Aufträge erfolgreich zu erledigen, natürlich möglichst so, dass man nicht entdeckt wird.

Die Heldin ist Agentin bei einer Geheimorganisation mit dem Namen UNITY, welche auf einer fiktiven Version der Erde in den bunten 60ern auf Verbrecherjagd ist. Direkt zum Spielbeginn bekommt Archer den Auftrag, dem Plan des Verbrechersyndikates H.A.R.M. auf die Schliche zu kommen. Wer bereits den ersten Teil kennt, wird hier vielen alten Bekannten aber genauso auch zahlreichen neuen und oft noch skurrileren Charakteren begegnen. In rund 15 aufwendigen Missionen, die teilweise noch weitere Subplots besitzen, reist Archer um die Welt: Die Route erstreckt sich von Japan, Indien, Russland und durch die USA. Der Besuch im Hauptquartier des Syndikates darf natürlich auch nicht fehlen.
Die Missionen sind abwechslungsreich, spannend und kurzweilig. So merkt man nicht wie schnell die Zeit verfliegt. Es geht viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen, Rätsel zu knacken und unzählige Gags lockern die Stimmung im Spiel auf.
Die KI der Gegner ist ausgefeilt. So sind die Bösewichte in der Lage, in Deckung zu gehen, Verstärkung zu holen oder können die Agentin auch umzingeln.
Genau für dieses Situationen besitzt Cate ein umfangreiches Arsenal an Waffen und an Ausrüstung. Neben herkömmlichen Waffen wie Snipergewehren, einer AK-47 oder dem "klassischen" Raketenwerfer kommen hier auch Katana, Armbrust und Betäubungsgas zum Einsatz. Vieles ihrer Ausrüstung ist getarnt und lädt beim ersten Benutzen zum schmunzeln ein: so ist die Puderdose ein Codeknacker, der Lippenstift eine Minikamera oder das Haarspray fungiert als Schweißgerät.

Im Gegensatz zum ordinären Actionshooter geht es hier nicht darum, möglichst viele Gegner umzuballern; mit Geschick kommt man oft viel weiter. Wer hier schleicht kann einigen teilweise wahrlich unnötigen Kämpfen aus dem Weg gehen, seine Gegner belauschen oder einfach nur viel schneller in einem gegnerischen Stützpunkt sein Ziel erreichen, indem er keinen Alarm auslöst.
Bei all ihren Abenteuern sammelt die Agentin auch Erfahrung. Neu im zweiten Teil ist die Möglichkeit den Charakter individuell zu entwickeln. Nach jedem Auftrag bekommt sie Erfahrungspunkte, die man dann auf acht Fähigkeiten verteilen kann, die von Tarnung, Ausdauer, Treffsicherheit, Getragen, Panzerung, Waffen Geräte bis hin zum Durchsuchen reicht. Der Spieler hat so die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ein Allrounder zu bleiben oder sich auf eine oder mehrere Fähigkeiten zu spezialisieren.

Die Multiplayer-Variante von »No One Lives Forever 2« ist fast schon keine Erwähnung wert. Man kann hier eine stark reduzierte Version der Solokampagne mit maximal vier Spielern gleichzeitig spielen.

Die Spielengine läuft reibungslos und überragt mit der außergewöhnlichen KI den Durchschnitt bei weitem. Grafisch gesehen präsentiert das Spiel einem eine bunte Welt der 60er und lädt mit detaillierten Texturen zum Eintauchen in dieses Szenario ein. Stimmungsvolle Hintergründe und flüssig animierte Charaktere unterstützen diese Wirkung noch zusätzlich.
Die Musik, die Effekte und die deutsche Synchronisation sind gelungen.

Fazit:
»No One Lives Forever 2« ist ein wunderbares Spiel, welches auf grafischer, technischer und spielerischer Linie voll überzeugen kann. Die Optik und Akustik lassen einen tief in die Welt eintauchen. Im Sammelsurium von zahllosen militärisch orientierten Shootern hebt sich »No One Lives Forever 2« angenehm ab. Wer auf Multiplayermodi verzichten kann, hat garantiert viele Stunden Spaß.




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