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Die Schmiede des Zorns
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 30.10.2002, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Richard Baker, Verlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH, Seiten: 40, Erschienen: 2002, Preis: 13 €


Die Schmiede des Zorns ist ein für Dungeons & Dragons wirklich klassisches Abenteuer, welches seinem System alle Ehre macht.

Durgedding, ein zwergischer Schmied mit fast schon legendärem Ruf lies vor rund 200 Jahren die Zwergenfeste Khundrukar, erbauen. Sein Ziel war es einen Rachefeldzug gegen die Orks zu planen. Nach hundert Jahren jedoch wurde die Feste von den Orks entdeckt, welche die Festung erstürmten und sämtliche Bewohner ermordeten.
Jetzt erzählen die Legenden, dort gäbe es wertvolle Schätze sowie Waffen von unvorstellbarer Präzision und wertvoller als ein Königreich.

Khundrukar, oder auch Schmiede des Zorns genannt, ist ein typisches Höhlenabenteuer, in dem es eine schier endlose Zahl an Gegnern zu besiegen gilt. Neben dieser Vielzahl an Gegnern erwartet die Heldengruppe auch eine Reihe von interessanten Fallen die überwunden werden wollen. Leider fehlen in diesem Abenteuer allerdings knifflige Rätsel und taktisches Spiel.
Nachdem die Charaktere sich durch sämtliche Höhlensysteme gekämpft haben, in denen sie auf Trolle, Troglodyten, Orks und bösen Zwergen gestoßen sind erwartet sie fast in traditioneller Manier der große Endgegner den es nach all den Strapazen auch noch zu besiegen gilt. Wenn man auch diesen niedergerungen hat erwartet die Helden als Belohnung für die Mühen Reichtümer, Waffen und zu guter letzt auch Abenteuerpunkte.

Die Grundidee dieser Geschichte und der stimmungsvolle Einstieg für den Spielleiter bei der Lektüre des Hintergrundes machen die schlechte Umsetzung der Geschichte im Spiel leider nicht wett. So kann man dieses Abenteuer auch irgendwo in einem vollkommen anderen Setting einplanen, denn mit der dahinterstehenden Geschichte hat es leider nicht allzu viel zu tun.

Das Design des Abenteuers ist wie in der gesamten neuen Produktlinie der dritten Edition von Dungeons & Dragons herausragend. Neben dem Titelbild von Todd Lockwood, welches vier der Klassen der Spieler-Sets aufgreift, sind auch die Innenillustrationen von Dennis Carmer von guter Qualität.
Besonders begeistert die im Abenteuer beliegendes Farbkarte des Höhlensystems.

Der Band selber wartet mit einem durchdachten Konzept auf. Hier wird besonders auf noch unerfahrene Spielleiter eingegangen denen immer wieder weitere Informationen über den Hintergrund geboten werden. Verweise auf zu einzelnen Situation passenden Regeln erleichtern dem Spielleiter zudem seine Aufgabe. Jeder, der selber noch nicht so gewandt bei stimmungsvollen Beschreibungen von Situationen und Begebenheiten ist wird sich über die passende Textvorschläge zu den einzelnen Situationen freuen.

Fazit:
Für Neueinsteiger in die Welt der Höhlen & Drachen mag dieses Abenteuer durchaus von Wert sein, aber eine besondere Herausforderung stellt es für die Spieler nicht dar. Das Gelingen liegt nicht beim Lösen von kniffligen Rätseln, sondern beim Glück im Waffengang.
Alles in allem präsentiert sich dem Spielleiter ein Hack ´n´ Slay – Abenteuer für zwischen durch, was bestimmt auch seinen ganz eigenen Reiz hat.




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