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Höhlengrölen
Von Stefan Sauerbier

Rezension erschienen: 07.03.2003, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Mark Sienholz, Verlag: Krimsus Krimskramskiste, Seiten: , Erschienen: 2002, Preis: 6,50 €


Wer kennt sie nicht die Sendungen für angehende Popikonen und die ganzen Castingshows. Wer von "Popstars" oder "Deutschland sucht den Superstar" die Schnauze voll der sollte mal Höhlengrölen ausprobieren. Für jeden der schon immer mal hinter die Kulissen schauen wollte, kann sich jetzt einmal als Produzent einer Superband probieren.
Aus der Menge von mehr oder weniger talentierten jungen Menschen, die alle weltberühmt werden wollen, gilt es die möglichst besten herauszusuchen und eine neue Band zu gründen. Hierbei hat man die Wahl: man kann entweder eine Gruppe mit einer bestimmten Stilrichtung aus Folk, Pop, Metal und Rap zusammenstellen oder reine Girl- oder Boygroups gründen in der dann auch unterschiedlich Stile vertreten sein dürfen. Auf den Karten der Musiker findet man den Punktwert des jeweiligen Artisten. Zusammengezählt ergeben die den eigentlichen Erfolgswert der Band, welcher immer höher liegen muss, als der bisherige Erfolgswert einer Gruppe mit derselben Stilrichtung.
Den Punktwert kann man mit Hilfe von Stylisten, Tanzlehrern und Gesangstrainern zusätzlich erhöhen.. Sie sind es meistens die über Erfolg und Misserfolg einer Gruppe entscheiden.

Beim Spiel darf jeder Spieler maximal sechs Karten auf der Hand halten. Für den Produzenten erweist sich dies als zusätzliches Hindernis, da es ihm das Casten erheblich erschwert. Als Spieler hat man die Möglichkeit, schnell Karten abzulegen und Vorgaben bezüglich des Erfolgswerts einer Gruppe zu erfüllen. Allerdings erweist sich diese Vorgehensweise meist als weniger lukrativ, was besonders deutlich wird, wenn gerade weniger Karten mit hohem Punktwert vorhanden sind. Beim Spiel lernt man schnell die Sorgen und Nöte der Produzenten und der dahinterstehenden Musikindustrie kennen. Meist lassen sich eine geraume Zeit lang einfach keine passenden Akteure finden.

Höhlengrölen ist eine witzige und spaßige Hommage an all die Sendungen und Castingshows die derzeit über die heimischen Bildschirme flattern. Die Gestaltung der Karten selber erweisen sich zusätzlich als erfrischendes Bonbon. Lutz Winter hat mit seinen Illustrationen besonders am Anfang in den Spielen für viel Gelächter gesorgt. Mit Hilfe von bekannten Stereotypen aus der Musikindustrie und seinem Karikativen Zeichenstil ist das Spiel mehr als nur eine Augenweide.
Das Spiel selber läuft zügig auch wenn der Spielausgang meist davon abhängig gemacht wird, welche Karten im Spiel gezogen werden. Die Spielanleitung lässt Raum für Interpretationen, was sich gerade bei jüngeren Spielern negativ auf den Spielspaß auswirken kann.
Dies Kartenspiel aus dem Hause Krimsu ist aber dennoch ein wunderbares Spiel für zwischendurch.




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