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Mephisto #09
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 07.03.2003, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Martin Ellermeier (Hrsg.), Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: 84, Erschienen: 2000, Preis: 8,80 DM


Die Nr. 9 der Mephisto wartet wieder mit einigem interessanten Material auf: Zunächst findet man statt einer der üblichen Fotomontagen, ein gemaltes Bild als Cover, ebenso wie auf dem Cover der vorangegangenen Ausgabe 8. Es bleibt zu hoffen, dass dieser gute Weg fortgesetzt wird und vielleicht irgendwann spezielle Coverbilder für die Mephisto gezeichnet werden.
Nach den üblichen Neuerscheinungen im Rollenspiel-Bereich gibt es gleich den ersten Leckerbissen für die Shadowrun-Fraktion, besonders für die magophoben Charaktere. In "Mitternachtszirkel" von Björn Lippold haben nämlich ein paar westphälische Theurgen (sprich: deutsch-katholische Weißmagier) einen Engel beschworen. Dachten sie zumindest...
Wenn auch gezwungenermaßen nicht sonderlich lang geraten, hat dieser Artikel durchaus "Threats"-Qualität und dürfte auch abgestumpften Magiern die Schweißperlen auf die Stirn treiben.
Die "V-Akten" finden in dieser Ausgabe ihre Fortsetzung unter der Ägide von Klaus Johann. Diesmal geht es hauptsächlich um die Konzeptionierung einer Rollenspiel-Kampagne als Serie, inklusive Staffeln, Specials und Cliffhanger. Als Appetitmacher auf den kommenden Episodenführer sind auch die beiden Hauptrollen/Spielercharaktere und die wichtigsten Nebenrollen/NSCs beschrieben. Nach meinem Empfinden ein Artikel, der besonders für Spielleiter mit eigenen Kampagnen interessant ist.
Atra Poesis hat diesmal satte 11 Seiten mit Zeichnungen und Beschreibungen der unteren Ebenen, einschließlich des Bereichs der Dornengarde, des alten Gartens und der Arena, gefüllt. "Voernthorn", die Grenzfestung zwischen 2 Bezirken des Abgrundes, nimmt immer mehr Farbe und Gestalt an. Ich warte schon auf die herrschaftlichen Etagen...
Das "Sarnath" ist ein, vom New Yorker Sabat-Erzbischof Malachi gegründeter, Nachtclub mitten in Manhattan. Von Allen B. Ruch detailliert beschrieben und versehen mit Zeichnungen des Clubs und der wichtigsten Mitarbeiter (einschließlich Beschreibungen derselben), ist das Sarnath sowohl für Sabbat-, wie auch für Camarilla-Chroniken ein Schauplatz mit Potential für die eine oder andere Verwicklung.
Noch vor dem offiziellen Erscheinen des Rollenspiels Engel aus dem Hause Feder & Schwert findet der geneigte Leser eine ausführliche Diskographie der Band In The Nursery, die den Soundtrack zu Engel beisteuern werden. Sicherlich mit viel Mühe erstellt, ist dieser Artikel doch eher etwas für die Musik-Fans und –Kenner unter den Lesern.
Für Runner, die ihre Bewaffnung aufstocken wollen, gibt es in dieser Mephisto etwas ganz besonderes: eine Preview auf FanPros "Arsenal 2060", zwar ohne regeltechnische Werte, dafür aber mit Shadowtalk, der hungrig auf mehr macht.
Wer bisher der Ansicht war, staatliche Polizeiorgane/Polizei-Cons und ihre normalen Straßenstreifen/Verkehrskontrollen seien bei Shadowrun vernachlässigbar und sowieso unterlegen, den belehrt Guido Hölker in seinem "Recht und Gesetz in Shadowrun" eines besseren.
Wolfgang Schiemichen, Autor für Call of Cthulhu, gibt dem interessierten Spielleiter in "Von Magie und Alten Büchern" Tips, wie man abenteuerrelevante Informationen am besten in mythologische Texte bzw. in die Schreibereien von wahnsinnigen NSCs einbindet und liefert gleich noch ein paar Handout-Beispiele mit. Ausgelegt ist das Material zwar für Cthulhu, aber es bietet sich praktisch in jedem Rollenspiel irgendwann die Gelegenheit zu solchen Texten. Insofern muss der Spielleiter zwar etwas Arbeit investieren, aber diese rentiert sich dann auch.
Zum Ende gibt es dann natürlich auch wieder die obligatorischen Rezensionen von Rollenspielmaterial beziehungsweise von Büchern, Comics und PC-Spielen im Heft-im-Heft Nachtschatten. Allesamt gut und informativ geschrieben. Insgesamt richtet sich diese Ausgabe der Mephisto doch eher an Spielleiter als an Spieler, was der Qualität des Magazins durchaus gut tut.




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