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Mephisto #07
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 07.03.2003, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Martin Ellermeier (Hrsg.), Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: , Erschienen: 2000, Preis: k.a.


Mit zweiwöchiger Verspätung erschien im Mai 2000 die Mephisto Nr. 7. Die Schriftgröße wurde von 10 auf 9 gesenkt, um noch mehr Inhalt auf 82 Seiten unterbringen zu können. Mit dieser Ausgabe wird die Mephisto hinsichtlich der Themen noch vielfältiger. So sollen von nun an regelmäßig Artikel zu Cthulhu, KULT und anderen düsteren Systemen erscheinen.
Im News-Bereich finden sich nun auch Neuigkeiten zu Cthulhu und ein Veranstaltungskalender. Leider wurde die Sektion durch das Layout zweigeteilt, so dass sich der 2. Teil mitten im Heft wiederfindet, was ein bequemes Lesen verhindert.
Das KULT/World of Darkness-Crossover "Das Gefängnis der Nacht" geht in die dritte Runde und Paul Beakley befasst sich in gewohnt spannender Weise diesmal mit den bepelzten Wächtern Gaias, den Garou oder auch Werwölfen.
In "Katzenjammer" von Björn Lippold geraten die Shadowrun-Charaktere in einen Revierstreit zwischen einem Rattenschamanen und einer angeblichen Katzenschamanin und damit unvermeidlich in Schwierigkeiten. Das Abenteuer lässt sich problemlos an einem Abend durchspielen und der Konflikt zwischen den beiden Totems dürfte für die Charaktere wie auch für die Spieler einige Spannung beinhalten.

Atra Poesis beschreibt mit "Voernthorn" eine Baronie und Festung an der Grenze vom 1. Zum 7. Bezirk der Hölle. Ansprechend geschrieben, führt der Text den Leser über die Klasklippen des Nordens und hinauf zur Feste, wobei auch knapp gehaltene Beschreibungen der wichtigsten Bewohner nicht zu kurz kommen. In späteren Ausgaben wird es weitere Informationen zur Grenzfeste Voernthorn geben.

In "Cyberware und Körperkultur – Teil I" befasst sich Guido Hölker mit der Frage, wie sich leistungsverstärkende Implantate, eben jene Cyberware, auf die Seele/Psyche betroffener Charaktere auswirkt. Dabei nimmt er nicht nur Shadowruns Essenz-System unter die Lupe, sondern beleuchtet auch Cyberpunk 2.0.2.0., die Welt der Dunkelheit und einige Fantasy-Systeme. Für all jene, die sich für die Wirkung von Implantaten über das Regeltechnische hinaus interessieren, ist dieser Artikel sicher ein Leckerbissen.
Im Heft-im-Heft Nachtschatten rechnet Boris Koch, auf höchst lesenswerte Art und Weise, in seiner Kolumne Millennium-Horror mit aktuellen Filmen und den, oft genug völlig unsinnigen, Entscheidungen der FSK ab.
Weiterhin findet der Leser eine kurze Biblio- und Biographie des Cyberpunk-Altmeisters William Gibson, wie üblich einiges an Buch- und Comic-Vorstellungen/Besprechungen, eine Betrachtung des "Tanz der Vampire"-Musicals nach seinem Umzug nach Stuttgart und ein Interview mit dem Horror-Autor Michael Siefener. Für zahlreiche Rezensionen von PC-Spielen ist erneut gesorgt und die Kurzgeschichte "Krisis" rundet das Ganze ab.
Das Vampire-Abenteuer "Jagdfieber" von Björn Lippold versetzt die Spieler in die Rolle eines bunt zusammengewürfelten Haufens Vampirjäger. Spielbar ist das Abenteuer nach den Regeln aus The Hunters Hunted, lässt sich aber problemlos auf Jäger: Die Abrechnung umarbeiten.Gut geeignet ist das Abenteuer als Preludium für eine Jäger-Kampagne, wobei der Erzähler den Charakteren ihre Kräfte im Laufe dieser Geschichte zukommen lassen sollte.
Wer übrigens die im Inhaltsverzeichnis auf Seite 76 verzeichnete Systemübersicht zu Trinity sucht, tut dies vergebens, sie fehlt leider völlig. Ein solcher Patzer darf natürlich nicht passieren und verschlechtert daher den Gesamteindruck dieser, ansonsten überzeugenden, Mephisto-Ausgabe.




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