Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Rollenspiel » Engel » Himmel über Aachen - Ein Engel-Spezial der Mephisto

Himmel über Aachen - Ein Engel-Spezial der Mephisto
Von Volker Thies

Rezension erschienen: 11.11.2002, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Björn Lippold, Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: k.a., Erschienen: 2002, Preis: k.a.


"Himmel über Aachen" erschien in "Mephisto Nr. 19 und 20. Die Geschichte ist eine zweiteilige Hintergrundbeschreibung von Björn Lippold für die "Chroniken der Engel". Da sie allerdings als Reisebeschreibung eines Spähers der Angelitischen Kirche in der Ketzerstadt geschrieben ist, kann sie auch zur Vorlage für ein Abenteuer werden.
Ein Brief des ramielitischen Sondergesandten Viktor Cherenkov leitet den Bericht ein. Darin wird die Hintergrundgeschichte erzählt: Vor geraumer Zeit hat die Traumsaat in den Bergen südlich von Aachen ein Templerheer komplett aufgerieben. Zudem hat der rätselhafte Diadoch die Herrschaft über Aachen an sich gerissen und beginnt nun seine Macht auszudehnen. Außerdem scheint er sich von der Kirchenherrschaft zu lösen. Der Späher soll nun Informationen liefern, mit denen die Kirche ihre Strategie sowohl gegen die Traumsaat als auch gegen den Diadoch planen kann.
Der eigentlicher Bericht ist aus der ersten Person des namenlosen Spähers geschrieben. Nach einer Einführung über die Reisewege nach Aachen, die Dörfer der Umgebung und das traumsaat-verseuchte Bergland berichtet er über seinen ersten Eindruck von Aachen. Im Mittelpunkt stehen zunächst die Verteidigungsanlagen und die Wachen. Dann beschreibt der Späher das "Oktogon", ein gigantisches Gebäude, in dem der Diadoch residiert. Der Kundschafter zweifelt nicht, dass es sich bei dem Herrscher um einen Verbündeten der Traumsaat handelt, obwohl er angeblich große Heldentaten bei der Abwehr der Monstren vollbracht habe. Großen Raum nimmt die Beschreibung des Marktes ein, auf dem es so ziemlich alles zu erstehen gibt, sogar Waren aus der "Zeit Davor". Auch von der Macht der Aachener Gilde über Handel und Handwerk schreibt der Späher. In den Schänken muss sich der gottesfürchtige Beobachter schließlich mit sehr freizügigem Treiben auseinandersetzen. Am folgenden Tag kehrt er im Kloster vor den Stadtmauern ein. Vor der großen Schlacht war es von den Gabrieliten verlassen worden. Inzwischen beginnen die Ramieliten aber wieder mit dem Aufbau der Gemeindearbeit. Den Abschluss des ersten Teils bildet eine knappe Beschreibung des "Sockels", eines merkwürdiges, labyrinthhaftes Bauwerk ein Stück nördlich der Stadt aus der "Zeit Davor".
"Himmel über Aachen" ließt sich dank seines romanhaften Stils sehr angenehm und liefert durch die angelitische Brille dennoch jede Menge Informationen über die Ketzerstadt. Hervorragende Illustrationen von Tobias Mannewitz und ein an die Engel-Regelbücher angelehntes Layout sorgen für die angemessene Gestaltung.




LORP.de Copyright © 1999 - 2019 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.