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Dresden Files - Willkommen im Dschungel
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 29.03.2011, Serie: Comics, Autor(en): Jim Butcher; Ardian Syaf, Verlag: Panini Verlags GmbH, Seiten: 144, Erschienen: 2011, Preis: 16,95 €


Harry Dresden ist der einzige echte Magier im Telefonbuch von Chicago. Als solcher arbeitet er ab und an als "Berater" für eine Spezialabteilung der Polizei von Chicago, die sich um unerklärliche Fälle kümmert und dafür sorgt, dass sie für die Öffentlichkeit wie ganz profane Verbrechen erscheinen, denn die Menschen sind nicht bereit für die dunkle Parallelwelt. Monster, Vampire und anderes Gezücht gibt es wirklich – und nur Harry Dresden hält es in Chicago in Schach.
Willkommen im Dschungel erzählt eine Geschichte, die noch vor dem ersten Dresden-Buch Sturmnacht spielt. Harry wird in den Zoo gerufen, denn dort soll ein Gorilla einen Sicherheitsmann getötet haben. Aber schon die ersten Ermittlungen zeigen dem Magier, dass ganz andere Mächte am Werk waren … aber welche?

Ich hatte das große Glück, erst recht spät auf die Bücher des magischen Detektiven Harry Dresden aufmerksam zu werden. Glück deswegen, weil dann eine ganze Reihe großartiger Romane vor mir lagen, die gefühlt in viel zu kurzer Zeit gelesen bzw. als Hörbuch gehört waren. Nun sind die mageren Jahre gekommen, in denen ich verzweifelt auf das Erscheinen des nächsten Buches warte.
Die Fernsehserie war nicht mal als billiges Methadon geeignet und hätte verdient, dass man die Verantwortlichen mit einem harmlosen, aber enervierenden Fluch belegt. Ich schreibe dass nur, damit Sie einschätzen können, dass ich zwar ein absoluter Dresden-Enthusiast bin, aber nicht alles, wo Harry Dresden draufsteht, kritiklos hinnehme.

Und ich habe mir wirklich Mühe gegeben, an diesem Comic nicht alles toll zu finden, aber ich bin gescheitert. Nicht nur, dass hier eine originelle neue Geschichte erzählt wird – von Jim Butcher, dem Autor der Reihe selbst – der Künstler Ardian Syaf hat es geschafft, die typische Dresden-Stimmung einzufangen und gekonnt wiederzugeben. Sicher, die Figuren sehen nicht zwingend genauso aus, wie sie sich der Leser vorgestellt hat, aber sie sind allesamt sehr passend getroffen. Die Dynamik der Bilder spiegelt die rasante Erzählart der Bücher wieder und auch der typische Humor wird in Wort und Bild voll getroffen. Der Comic hat damit alles, was einem auch an den Büchern gefallen kann.

Stiltechnisch erinnern die Zeichnungen stark an höherwertige Superhelden-Comics, sind detailreich und stimmungsvoll und nutzen die positiven Möglichkeiten einer Graphic Novel durchgehend gut aus.

Sogar die deutsche Übersetzung, der meine größte Sorge galt, kann voll und ganz überzeugen und hält die einzigartige Coolness des Protagonisten aufrecht. Vielen Dank an Oliver Hoffmann und Astrid Mosler dafür.

Fazit: Toll! Oder um es mit mehr Worten zu sagen: Wer Dresden noch nicht kennt, kann gefahrlos zum Comic greifen, um ihn kennenzulernen. Fans der Serie bietet der Comic eine neue, typische Dresden-Geschichte und als Bonus die Bilder, die sonst im Kopf entstehen, gleich mit dazu.




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