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Die gesammelten Abenteuer des Großwesirs Isnogud - Buch 8
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 04.08.2010, Serie: Comics, Autor(en): Goscinny, Tabary, Verlag: Egmont Ehapa Verlag GmbH, Seiten: 160, Erschienen: 2010, Preis: 29,95


Der Großwesir Isnogud begleitet mich schon seit meiner frühesten Jugend, damals noch als Ausleihe aus der Stadtbibliothek. Und schon damals war der kleine, hässliche, gemeine Wicht mit dem Slogan "Ich will Kalif werden anstelle des Kalifen" mir sehr sympathisch. Und dass, obwohl er keine Gelegenheit auslässt, sich an Mord, Betrug und Hinterlist zu versuchen. Aber er scheitert stets, und darum darf der Leser mit ihm leiden und sich über ihn amüsieren, ja, ihn sogar ein bisschen lieb haben, wie man einen bissigen Schoßhund lieb hat.

Bei Ehapa erscheinen schon seit einer Weile Sammelbände der Isnogud-Comics im ansprechenden Hardcover, natürlich in Vollfarbe. Band 8 umfasst auf 160 Seiten die Originalbände "Endlich Kalif?!", "Ruchlose Machenschaften" und "Isnoguds Rückkehr". Der Großwesir lässt sich diesmal mit Zauberern, magischen Badewannen, Schränken und Löchern und außerirdischen Artefakten ein und natürlich – damit ist nicht zuviel verraten – gehen alle Versuche auf unterhaltsame Weise schief.

Besonders originell sind die Geschichten aus "Isnoguds Rückkehr". Hier werden alte Geschichten aufgegriffen und es wird erklärt, wie der Großwesir aus dem Schlamassel, in dem er am Ende der Geschichten immer steckt, wieder herausgekommen ist. Gerade hier zeigt sich das Talent Tabays für skurile und unterhaltsame Wendungen. Die modernen Anspielungen, die Anrede an den Leser, das Spiel mit Erwartungen und die Wortspiele, für die man der deutschen Übersetzung ein hohes Lob aussprechen muss, all das macht die Isnogud-Comics zu einem großen Spaß.

Die lustigen, wenn auch eher einfach gehaltenen Zeichnungen von Tabary unterstützen die Geschichten und überzeugen mit ihrem Mut zur Clownerie.

Fazit: Wer die Originalbände nicht (mehr) besitzt, erhält mit Band 8 zwar zu einem recht stolzen, aber lohnenden Preis einen gelungenen Einblick in die Freuden der Isnogud-Geschichten.




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