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Die gesammelten Abenteuer des Großwesirs Isnogud - Buch 9
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 02.08.2010, Serie: Comics, Autor(en): Goscinny, Tabary, Verlag: Egmont Ehapa Verlag GmbH, Seiten: 162, Erschienen: 2010, Preis: 29,- €


Mit dem neunten Hardcover-Band der Reihe "Die gesammelten Abenteuer des Großwesirs Isnogud" liegt nun das Lebenswerk des egomanischen, machtgierigen und wenig ansehnlichen Ränkeschmieds vor, dessen Slogan "Ich will Kalif werden anstelle des Kalifen" jedem Goscinny-Fan bekannt sein dürfte.

Der letzte Sammelband der Reihe enthält die Originalcomics "Wer hat den Kalifen umgebracht?", "Ein furchtbar sympathischer Kerl" und "Die Schuld der Vorfahren", die in diesem Buch zum ersten Mal in deutscher Sprache präsentiert werden.

Im Vorwort erfährt der Fan, dass es einmal einen Isnogud-Film gab (den man wohl nicht unbedingt gesehen haben muss) und eine Zeichntrickserie, die gelungener war.

Die Zeichnungen von Tabary sind gewohnt einfach, aber liebevoll und mit witzigen Figuren gefüllt, von denen der treue Diener Tunichgud und der dicke Kalif Harun al Pussah einem aus den vorherigen Bänden bereits bekannt und teuer geworden sind.

Auch Band 9 beweist, dass Tabary (anders als beispielsweise Uderzo bei "Asterix und Obelix") verstanden hat, wie der leider viel zu früh verstorbene Goscinny die Serie angelegt hat und wie sie funktioniert. Wortspiele, aberwitzige Verwicklungen und das Spiel mit der direkten Leseranrede funktionieren hervorragend und lassen Schadenfreude und Mitleid in der Seele des Lesers miteinander kämpfen, wenn wieder alle Attentate auf den Kalifen fehlschlagen.

"Die Schuld der Vorfahren" verknüpft auf sehr außergewöhnliche Weise das Schicksal des antiken Großwesirs mit einem Familienvater unserer Zeit und bricht so mit vielen Erwartungen an die Geschichten aus Bagdad. Da die irrwitzige Erzählung aber gut funktioniert, verzeiht man dies dem Künstler.

Fazit: Auch der letzte Band von Isnogud macht viel Spaß und ist sein Geld, wenn auch mit einem leichten Schlucken, wert. Schade, dass keine weiteren Isnogud-Geschichten zu erwarten sind.




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