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Krisenzonen
Von Konrad Schwenke

Rezension erschienen: 27.06.2010, Serie: Rollenspiel, Autor(en): , Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: 128, Erschienen: 2010, Preis: 24,95


Das Rollenspiel Shadowrun wird für gewöhnlich auch mit dem Stichwort Großstadtdschungel verbunden. Wem es allerdings im Sprawl von Seattle noch nicht wild genug ist, der sollte sich das Quellenbuch "Krisenzonen" ansehen. Der Band hat es sich zur Aufgabe gesetzt einige besonders wilde Städte der erwachten Welt vorzustellen. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass quasi gar keine staatlichen Machtstrukturen existieren. Ausführlich vorgestellt werden Chicago und Lagos, kürzere Abschnitte beschäftigen sich mit Bogota, Genua/Mailand/Turin, Genf, Karavan und Sarajevo.

Das erste Kapitel widmet sich der ehemaligen Bug City Chicago. Die Stadt, die ehemals durch eine Mauer von der Außenwelt abgeschirmt war ist inzwischen wieder zugänglich. Doch noch immer hat man es nicht geschafft alle Insektengeister zu vertreiben und das macht die jetzt wieder zugänglichen Ruinen der Stadt zu einem gefährlichen Platz. Auf 50 Seiten wird die Stadt vorgestellt, dazu gehören auch die wichtigsten Machtgruppen und Bewohner der Stadt. Relativ ausführlich wird auf die Besonderheiten des lokalen Ökosystems eingegangen, das mehr zu bieten hat als nur Insekten.
Neben den Illustrationen vermitteln auch zwei Karten der Stadt und ihrer Umgebung einen Eindruck von Chicago als Spielfeld.

Lagos ist die zweite urbane Wildnis die ebenfalls ausführlich auf 50 Seiten vorgestellt wird.
Die nigerianische Metropole ist in der Welt von Shadowrun ein unübersichtlicher Sprawl ohne Zentralregierung in dem Anarchie herrscht und der gleichzeitig als wichtigster Hafen für alle umliegenden Staaten dient.
Während Chicago eine ehemals zivilisierte Stadt ist über die die Katastrophe herein brach, so ist Lagos eine Stadt die niemals Annehmlichkeiten wie eine öffentliche Wasser- oder Elektrizitätsversorgung kannte. Neben der Vorstellung der Stadt und ihrer verschiedenen Bezirke wird in diesem Kapitel auch etwas ausführlicher auf die Nachbarstaaten und die verschiedenen Stämme der Region eingegangen. Dazu kommen auch hier Informationen zu Bewohnern, Flora und Fauna und natürlich zu den Gefahren, die die Stadt für Runner erst interessant macht.

Das dritte Kapitel ist mit "Urbane Wildnis" betitelt. Hier werden sehr knapp und kurz gehalten einige weitere Städte vorgestellt. Mit jeweils zwei Seiten ist der Platz zu knapp gehalten um eine genaue Vorstellung von dem jeweiligen Setting und seinen besonderen Aspekt für Abenteueransätze zu vermitteln.

Abgeschlossen wird der Band mit "Spielinformationen". Das sind zunächst einmal allgemeine Tipps für das Spiel in der urbanen Wildnis. Dazu kommen jeweils noch mal zwei Seiten mit Abenteuergerüsten und -ideen für Chicago und Lagos.

Insgesamt hinterlässt der Band einen gemischten Eindruck. Chicago und Lagos werden ausführlich vorgestellt, wenn man Interesse an diesen Städten als Spielhintergrund hat sollte man sich den Band zulegen. Die Informationen zu den anderen Städten sind allerdings so spärlich, dass sie einem nicht viel mehr als Anregungen geben können.
Der Band gehört nicht zu den stärksten aus der Shadowrun-Reihe.




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