Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Belletristik » Science Fiction » StarTrek - The Next Generation: Heldentod

StarTrek - The Next Generation: Heldentod
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 08.02.2011, Serie: Belletristik, Autor(en): Peter David, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 358, Erschienen: 2010, Preis: 12,80 €


Romane zu einer Fernsehserie oder zu Filmreihen haben stets das Problem, dass der Zuschauer sich schon ein eigenes Bild vom Innenleben der Figuren gemacht hat. Jeder Star-Trek-Fan hat seine ganz eigene Sicht darauf, wie Picard oder Seven-of-Nine wirklich "ticken". Da muss der Autor einfach hier und da – aus Sicht des einzelnen Lesers – danebenliegen.

Der von Picard vernichtete Borg-Kubus stellt sich bei einem Besuch von Admiralin Janeway als nicht so leblos heraus, wie die Sternenflotte annahm. Und nicht nur das: Die Borg haben wieder einmal dazugelernt und sind nun stärker als jemals zuvor. Also muss sich die Prominenz des Star-Trek-Universums daran machen, sie aufzuhalten. Doch wie stoppt man eine unaufhaltsame Kraft?

Peter David zieht in seinem Roman einmal quer durch die Prominenz diverser Star-Trek-Serien – unter anderem Spock, Janeway, Worf, Gordi, Lady Q und die beiden oben genannten tauchen auf – und erzählt auch aus der Sicht jedes einzelnen von ihnen. Dadurch verstärkt sich das zu Anfang genannte Problem noch.

Die kurzen Kapitel und häufigen Perspektivwechsel verstärken das Phänomen ebenfalls, unterstreichen jedoch auf der anderen Seite auch das Tempo des Romans. Es sind wieder einmal die Borg, die zu einer Gefahr für die Menschheit werden. David zieht zahlreiche Referenzen aus verschiedenen Serien hinzu und das ist es auch, was an dem Roman am meisten Spaß macht: Man erkennt ständig etwas wieder, erinnert sich an diese Folge oder jenen Kinofilm.

Der Anspruch des Romans an Stilistik und Logik bleibt gering, die deutsche Übersetzung ist routiniert und beweist Kenntnis des Hintergrundes. Dafür zündet der Autor aber inhaltlich ein großes Feuerwerk, bei dem die ehrwürdigen Helden nicht mit Samthandschuhen angefasst werden und auch mal ein Planet des irdischen Sonnensystems dran glauben muss. Spannung ist also durchaus reichlich vorhanden, wenn man bereits ist, nicht gar zu sehr auf eine makellose Logik der Handlung zu pochen. Die allerdings war ja auch bei den Star-Trek-Serien nicht immer gegeben.

Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, ist die Geschichte weitgehend in sich abgeschlossen und kann auch alleinstehend gelesen und verstanden werden.

Fazit: Ein gutes Buch für den Nachttisch. Leichte und spannende Unterhaltung mit großem Widererkennungswert für Star-Trek-Fans.




LORP.de Copyright © 1999 - 2019 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.