Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Belletristik » Fantasy » Geschichten aus der Nightside 7 - Höllenärger

Geschichten aus der Nightside 7 - Höllenärger
Von Marcus Pohlmann

Rezension erschienen: 03.01.2011, Serie: Belletristik, Autor(en): Simon R. Green, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 256, Erschienen: 2010, Preis: 10,95


Die Nightside-Serie von Simon R. Green hat sich im Laufe der Zeit eine treue und ständig wachsende Leserschaft erarbeitet, die jeden neuen Teil sehnsüchtig erwartet. Mit Geschichten aus der Nightside – Höllenärger legt Feder & Schwert mittlerweile schon den siebten Band der Serie vor.

Während sich die Nightside noch von den umwälzenden Ereignissen erholt, über die in den vorangegangenen Bänden berichtet wurde, sind einige ihrer Bewohner schon fleißig dabei, das Machtvakuum auszufüllen, das sich aufgetan hat. Einer dieser Aspiranten auf die Herrschaft der dunklen Seite Londons ist der unsterbliche Jeremiah Griffin. Doch anstatt sich auf die Machtkämpfe und Intrigen der verschiedenen Interessengruppen einzulassen, muss er sich mit einem ganz anderen Problem herumschlagen: Seine Enkelin und gleichzeitig Alleinerbin des Firmenimperiums ist verschwunden und alles deutet darauf hin, dass sie entführt wurde. Da konventionelle und magische Suchmethoden fehlgeschlagen sind, muss nun der abgebrühte Detektiv John Taylor den verschwundenen Teenager wiederfinden, und dies innerhalb von 24 Stunden. Während seiner Ermittlungen innerhalb der Familie und im Umfeld der Vermissten deckt unser Held immer mehr Geheimnisse auf und blickt in die Abgründe, die sich hinter der scheinbar ehrbaren Familiefassade verbergen. Seine Suche nach der verschwundenen Melissa führt ihn von den tiefsten Abgründen der sexuellen Perversion über die geschwätzigen Parties der High Society bis in die schillernde Welt der Transvestiten der Nightside. Während er fleischgewordene Kindheitsfantasien, Kampfnonnen, schmierige Gossenschläger oder die restlichen Familienmitglieder der Griffins befragt, kommt er dem verschwundenen Mädchen kein Stückchen näher. Erst ein Zufall bringt die festgefahrenen Ermittlungen wieder ins Rollen und führt schließlich zum Drahtzieher der Verschwörung, auf dessen Konto die Entführung geht, und mündet schließlich im Showdown mit dem Bösewicht.

Der siebte Band der Geschichten aus der Nightside – Höllenärger bietet alles, was der Leser an der Serie kennt und schätzt: eine spannende, undurchsichtige Geschichte, überraschende Wendungen, interessante und durchaus vielschichtige Charaktere und einen lakonischen Helden, der in bester Film-Noir-Tradition Verbrechen aufklärt und dabei jeglichen Widerstand auf äußerst originelle Art ausräumt. Zusammen mit der stimmungsvollen Beschreibung der Stadt und ihrer verschiedenen Lokalitäten ergibt sich so ein rundum gelungener Roman. Er wird die John-Taylor-Fans zufrieden stellen, aber auch für Leser, die bisher noch nicht mit der Nightside in Berührung gekommen sind, gute Unterhaltung bieten. Die Kenntnis der bisher erschienenen Teile ist zwar nicht unbedingt notwendig, doch hilft es natürlich, ein wenig mehr über die Hintergründe der verschiedenen Charaktere und der Nightside selbst zu wissen.




LORP.de Copyright © 1999 - 2021 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.