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Atlan - Todeszone Zartiryt
Von Philipp Kiefner

Rezension erschienen: 10.02.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Rüdiger Schäfer, Verlag: Fantasy Productions GmbH, Seiten: 352, Erschienen: 2008, Preis: 9,00 Euro


Die Ereignisse rund um den Planeten Thanaton haben Atlan und die Leser nicht ohne Mühsal hinter sich gebracht. Folgen wir also der Flucht des Silberherren ins Zartiryt-System, das sich als unwirtliche Trümmerwüste präsentiert. Doch hier fehlt vom gesuchten Schurken ebenso jede Spur wie von den geheimnisvollen Monolithen. Einzig eine Anomalie, ein schwarzes Loch an Stelle der ursprünglichen Sonne, lässt vermuten, dass hier die Sonden und Scanner sowie der Gehirnschmalz der Besatzung der IMASO über die Maßen gefordert werden. Nur gut, dass Atlan vieles ist, aber nicht geduldig. So dauert es auch nicht lange und der Leser darf sich wieder auf einen Risikoeinsatz unseres Helden freuen.

"Halten Sie es für klug, dass Sie an dem bevorstehenden Einsatz persönlich teilnehmen, Sir?". "Noch ist nicht klar, ob es überhaupt einen Einsatz gibt". "Lassen Sie bitte die Spielchen, Sir"[...]. Der Mann hat dich nach nur zehn Tagen komplett durchschaut, spottete der Extrasinn.

Dieser kurze Dialog aus dem zweiten Band des Monolith-Zyklus, "Todeszone Zartiryt", zeigt die Stärken des Autoren Rüdiger Schäfer. Stimmige Protagonisten mit kurzweiligen und klugen Dialogen schaffen im Nu die Atmosphäre des Jahres 3112, die so viele Vorgängerbände vermissen lassen. Endlich wird Atlans eigenwilliges und riskantes Verhalten hinterfragt und dieser bekennt mit dem bedeutungsvollen Satz: "Es widerspricht meiner innersten Überzeugung, in dieser Sache anderen die Initiative zu überlassen", Farbe. Recht so, wissen wir doch längst, dass unser etwas hitzköpfiger Held gerne die Sachen selbst in die Hand nimmt und meist alles andere als vernünftig ist. Gut, diese Tatsache ist nicht neu, aber Schäfer thematisiert dies und zeigt eine plausible Interaktion zwischen dem Chef und seinen Mitarbeitern.
Die weitere Geschichte ist gefällig und gut geschrieben. Durch Perspektivwechsel und mehreren Handlungsstränge wirkt dann das Ganze lebendig und kurzweilig. Allerdings können die schriftstellerischen Kniffe nicht darüber hinweg täuschen, dass es dem Autoren nicht bestimmt ist, entscheidende Teile des Geheimnisses zu offenbaren. Dies lässt befürchten, dass auch bei diesem Zyklus dem Leser die Karotte endlos vor die Nase gehalten wird und die Rahmenhandlung mit dem dritten Band kein Ende finden wird. Da aber dieses Mal sogar das Titelbild mit der Geschichte harmoniert hoffen wir das Beste und harren der Dinge, die da kommen mögen.

Fazit:
Nach dem arg enttäuschenden Vorgängerband kann "Todeszone Zartiryt" weitgehend überzeugen. Stimmung, Protagonisten und die Action stehen im richtigen Verhältnis und bieten kurzweiligen Lesespaß. Endlich kommt die Geschichte in Schwung, auch wenn die Hintergründe weitgehend im Dunkel bleiben. Genießen wir also den zweiten Band und freuen uns auf den dritten.




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