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Mephisto 42 - September - November 2008
Von Markolf Hoffmann

Rezension erschienen: 08.07.2009, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Martin Ellermeier (Hrsg.), Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: 114, Erschienen: 2008, Preis: 7,95 Euro


Die Mephisto, das wohl unumstritten beste und breitgefächertste, deutsche Magazin für phantastische Spiele, kommt auch mit seiner Ausgabe 42 als bunte Mischung daher. Rollenspiel, Tabletop, Brettspiel, Computerspiel, Buch und Film sind hier einträchtig vereint wie in keiner vergleichbaren Publikation.
Und diesmal erscheint diese Mischung besonders ausgewogen zu sein. Neben den obligatorischen Rubriken zu Neuerscheinungen, Tipps und Hinweisen finden sich im Inneren unter anderem ein Veranstaltungsbericht zur Role Play Convention 2009, diverse Rollenspielabenteuer und Tabletopszenarien.
In "Rattennest" (Warhammer) muss eine Heldengruppe aus einer belagerten Stadt entfliehen und sich dabei mit Banden, Hablingen und Rattenogern herumschlagen. "Wiegenlied für Marjann" ist ein Opus-Anima-Intermezzo, das sich als Auftakt für eine längere Kampagne versteht und den Spielern mehrere Aspekte des deutschen Mystery-Spiels nahe bringt. Für Degenesis-Spieler mit "Sammelwut" finden sich einige interessante Waffen und Gegenständen (die aus dem angekündigten Quellenbuch "Sammelwut" stammen) im Heft. Auch der Rollenspielklassiker Das Schwarze Auge ist mit einem actionbetonten Abenteuer vertreten: "Das Gewand" führt die Helden durch die Selemer Sümpfe und in die Arme, pardon: Klauen, diverser Echsenwesen.
Auch Minaturspieler werden natürlich versorgt; für Hordes gibt es einen Taktikführer über die Armee der gut organisierten Skorne und ein Szenario auf einer umkämpften Karawanenstrasse (leider ohne vernünftige Karte). In der Praxis-Rubrik stellen diverse Autoren vor, wie man mit einfachen Mitteln einen von Pferden gezogenen Bollerwagen baut und wie man beim Bemalen mit der Farbe Weiß umgeht. Das SF-Spiel Infinity wird mit einem kurzen Szenario in einem Forschungslabor verwöhnt, und für Warhammer 40.000 gibt es gar den Einstieg in eine riesige Kampagne um einen Orkensturm, der mithilfe der Black-Reach-Box nachgestellt werden kann. Auch das Cthulhu-Brettspiel Arkham Horror wird mit Fanmaterial verwöhnt, diesmal mit einer Spielvariante - den so genannten Vorboten, die im Vorfeld der Grossen Alten eingesetzt werden können und den Sieg deutlich erschweren.
Auch der redaktionelle Teil des Hefts kann sich dieses Mal sehen lassen. Das kultige "Wortgemetzel" von Boris Koch kreist mal wieder um den legendären Hauszombie Ewald, der dieses Mal auf Batmans Spuren wandelt. Torben Maske steuert eine ausführliche Rezension des zweiten "Hellboy"-Films bei. In einem Interview kommt der junge Fantasyautor Bernd Perplies zu Wort, der mit "Der Sohn des Fluchbringers" (erschienen bei Egmont Lyx) sein Debüt abgeliefert hat. Und dann wären da noch jede Menge Tests und Kritiken zu Spielen, Filmen, Büchern und Hörbüchern, die leider durch ihre sehr verknappte Form nicht immer aussagekräftig sind (wie etwa zu R. Scott Bakkers Roman "Der Tausendfältige Gedanke" oder Oliver Plaschkas "Fairwater", die beide eine würdigere Besprechung verdient hätten). Allein die etwas längeren Rezensionen zu den PC-Spielen "Drakensang" und "Battle March" lassen sich die nötige Zeit.

Fazit:
Alles in allem ist die Nummer 42 eine besonders gelungene Ausgabe, da hier die Ausgewogenheit stimmt und der redaktionelle Teil angenehm üppig ausfällt.




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