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Rettungskreuzer Ikarus 33: Mister Zed
Von Philipp Kiefner

Rezension erschienen: 24.02.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Nicole Rensmann, Verlag: Atlantis Verlag, Seiten: 92, Erschienen: 2008, Preis: 6,90 Euro


"Who is Zed? Zed is dead, Baby"

Die Besatzung des Rettungskreuzers Ikarus ist auch im 33. Band auf dringender Mission im Auftrage des Raumcorps unterwegs. Unter dem Titel "Mr. Zed" von der Gastautorin Nicole Rensmann geht es auf 89 Seiten auch gleich zur Sache. Die Ikarus ist tief in die Vergangenheit gereist um auf einer Forschungsstation des Imperiums die Baupläne der gewaltigen Hyperbombe zu finden.
Doch leichter gesagt als getan, denn der Forschungsleiter ist, gelinde gesagt, reichlich wahnsinnig und treibt mit der Besatzung seine Spielchen.

Was hier geboten wird ist schriftstellerisch keine Großtat. Einfache Satz- und Erzählstrukturen, verbunden mit einer Handlung, die an Science-Fiction vergangener Tage erinnert. Ein wahnsinniger Wissenschaftler, gefährliche Mutanten, Roboter, ein Schuss Zeitreise, gewürzt mit deftiger Erotik und fertig ist das Heft. Nun, die Gestalt des Mister Zed hat durchaus Charme, sein Irrsinn wird eindrucksvoll und facettenreich geschildert. Leider sind die Helden reichlich blass dagegen. Mangelnde Phantasie kann man jedoch der Autorin nicht vorwerfen, genügten ihre Ideen und die oftmals nur angedeuteten Hintergründe für einen vollwertigen Roman. Die Klimax der Handlung bricht spät herein, etwas zu spät wie es scheint, denn das Finale wirkt etwas bemüht und konstruiert. Doch insgesamt liest sich der 33. Band flüssig und unterhaltsam, so dass man sich etwas mehr Platz für die mitunter recht expliziten und nicht gerade zimperlichen Schilderungen wünscht.
Das computergenerierte Titelbild wirkt leider etwas zu statisch und wird der vitalen Handlung nur bedingt gerecht.

Fazit:
"Mister Zed" bietet ein solides, von klassischen Elementen geprägtes, Science-Fiction-Abenteuer, das ganz in der Tradition der Fortsetzungsheftromane steht. Der Preis von 6,90 € für 89 Seiten im festen Einband ist noch vertretbar. Für Freunde der Serie sicher ein Muss. Als "stand-alone" nur bedingt lesenswert.




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