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Schwerter des Königs - Der Roman zum Film
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 31.05.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Severin Rast, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 240, Erschienen: 2008, Preis: 9,95 Euro

Romane zu Filmen gibt es ja nicht wenige. Aber mittlerweile gibt es auch Romane zu Filmen, die wiederum zu Video- oder Computerspielen gedreht wurden. Das aktuellste Beispiel ist "Dungeon Siege: Die Schwerter des Königs", die Uwe Boll-Verfilmung des gleichnamigen Computerspiels. Dieser Roman liegt nun hier in der deutschen Ausgabe vor.

Farmer ist, wie der Name schon verrät, ein einfacher Bauer im Königreich Ehb. Er führt ein schlichtes, arbeitsames Leben und ist glücklich mit Sohn und Ehefrau. Diese Idylle wird eines Tages jäh gestört, denn Farmers Hof wird von den Krugs, wilden, barbarischen Bestien überfallen. Der kräftige Mann kann sich zwar retten, aber seine Frau und sein Sohn sind an genau diesem Tag im nächsten Ort auf dem Markt, und wie es scheint, ist dieser das nächste Angriffsziel.
Farmer kommt unweigerlich zu spät. Sein Sohn und seine Schwiegereltern wurden erschlagen und seine Frau wurde offenbar entführt. Von da an hat der Landwirt nur noch ein Ziel vor Augen: seine Frau zu retten und Rache an denen zu nehmen, die seinen Sohn ermordeten.
Auch der König des Reiches hat unlängst von den häufiger werdenden Angriffen der Krugs erfahren und ist mit seiner Garde ausgezogen, dem ein Ende zu machen, während sein Neffe in der Hauptstadt zurückbleibt, um die Regierungsgeschäfte zu führen.
Schon bald begegnen sich die beiden ungleichen Männer und es stellt sich heraus schnell heraus, dass ein finsterer Magier für die Angriffe verantwortlich zeichnet. Und so beginnt der Kampf um das Überleben von Ehb…

Das Softcover umfasst 240 Seiten, wobei das Coverbild dem Kinoplakat der Filmvorlage entspricht, also eine Reihe der Hauptfiguren zeigt.

Ich muss hier voranschicken, dass ich "Die Schwerter des Königs" bisher nicht gesehen habe.
Romane zu Filmen haben ja die Tendenz, eher mäßig spannend zu sein, vor allem, wenn der Leser den Film bereits kennt. Mäßig spannend ist "Schwerter des Königs" allerdings nicht. Langweilig trifft es da eher. Die Handlung ist völlig vorhersehbar, die Charaktere entwickeln keinerlei Tiefe und bleiben völlig eindimensional. Mag sein, dass Charaktere in einem Fantasy-Action-Film nicht viel Tiefe brauchen, bei einem Buch ist das aber nun mal etwas anderes. Wenn man Böses unterstellen will, könnte man annehmen, dass Uwe Boll, der Regisseur von "Die Schwerter des Königs" und berüchtigt für seine schlechten Filmumsetzungen, auch am Buch beteiligt war. Die Szenenwechsel sind einfach ungünstig gesetzt, Die Dialoge bedürfen eigentlich keiner Erwähnung, spielen sie doch nur eine Nebenrolle. Selbst die Beschreibung der Handlungsorte lässt vor dem geistigen Auge des Lesers einfach kein Bild erstehen.

Wer spontane Lektüre für Zwischendurch sucht, mag vielleicht nach diesem Buch greifen, eine Empfehlung kann ich aber keineswegs aussprechen.




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