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Blindflug
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 26.03.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Peter Watts, Verlag: Heyne Verlag, Seiten: 493, Erschienen: 2008, Preis: 8,95 Euro


Peter Watts ist zumindest in Deutschland ein bisher eher unbekannter Science Fiction Autor. Mit Blindflug ist jetzt beim Heyne Verlag sein erster Roman in deutscher Übersetzung erschienen.

Siri ist ein ungewöhnlicher Mensch. Ungewöhnlich deshalb, weil ihm ein Teil seines Gehirns fehlt. Dieser Teil wurde nämlich in seiner Kindheit entfernt, um ihn von seiner angeborenen Spastik zu heilen. Im Ergebnis dieses Eingriffs hat Siri nun die Begabung entwickelt, sich innerlich komplett in eine andere Person hineinzuversetzen und die Mentalität aufzunehmen und zu analysieren.
Wegen dieser Fähigkeiten wurde er auch ausgewählt, zusammen mit anderen Spezialisten an Bord eines Fernraumschiffes zu gehen, das Kontakt mit extraterrestrischen Lebensformen aufnehmen soll, der Existenz immer wahrscheinlicher wird. Neben ihm befinden sich noch fünf weitere Besatzungsmitglieder an Bord, darunter auch ein Vampir. Selbige gibt es nämlich mittlerweile offiziell, allerdings sind sie nicht eben die klassischen Gestalten aus Bram Stokers Roman. Sie sind genetisch entwickelte Vampire, die einige Vorteile gegenüber normalen Menschen besitzen. Aber wirklich normal ist an Bord des Raumschiffes eigentlich sowieso keiner. Und dabei sind sie den Außerirdischen noch nicht mal begegnet.

Das Buch umfasst, einschließlich des Nachworts des Autors, 494 Seiten. Das Cover stellt, wie so oft bei SF-Romanen, leider keinen Bezug zur Geschichte her, allerdings ist die Kapitelaufteilung des Buches recht übersichtlich.

Die Geschichte hat einen Ansatz, der an und für sich nicht uninteressant ist, allerdings kommt sie nicht so richtig ins Rollen. Die geistigen Monologe der Hauptfigur lesen sich nur sehr zäh und bremsen die potentiell spannende Handlung bedauerlicherweise ziemlich aus. Als Leser wartet man vergeblich auf das Gefühl, dass sich im Spannungsbogen etwas tut, weil man das Gefühl hat, da müsste noch etwas kommen. Aber da kommt nichts. Leider. Die Texte sind trotz allem sauber geschrieben und auch die Szenen, in denen sich die Handlung abspielt, wirken stimmig. Aber insgesamt fehlt es einfach an einem funktionierenden Gesamtbild.




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