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Spiel mir das Lied vom Munchkin
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 21.12.2007, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Steve Jackson, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 14,95 Euro


Munchkin ist der Klassiker unter den Kartenspielen für Rollenspieler. Die Zahl der verschiedenen Themenausgaben ist mit den Jahren mehr und mehr gewachsen und nun wenden sich die Macher dem Western-Genre zu. "Spiel mir das Lied vom Munchkin" ist das neueste Set der Munchkin-Reihe.

Das Spielsystem ist das gleiche wie immer. Jeder Spieler versucht, als erster Stufe 10 zu erreichen, indem er schreckliche Monster erlegt und ihre Schätze an sich reißt. Dafür machen sich Charakterklassen wie Cowboy, Gesetzloser, Indianer oder Städter natürlich gut. Vor allem, wenn man mit so hilfreichen Gegenständen wie einem siebenschüssigen Revolver oder einem Zylinder ausgerüstet ist, Kautabak kaut und noch dazu Handlanger wie Boysenberry Finn an seiner Seite hat und ein treues Ross wie das Pferd ohne Namen unter dem Hintern.
Schließlich ist der wilde Westen brandgefährlich, treiben sich hier doch Kreaturen wie der Kleinstadtbanker, der Rinderschinder, die Schwiegereltern oder gar der Mechanische Bulle herum! Da heißt es Mann oder Memme, besonders wenn der Gegner ein Kampftrinker, streitlustig und dazu auch noch hyperaktiv ist. Als wäre das Leben noch nicht schwer genug, muss man auch noch mit furchtbaren Fallen wie dem alten Minenschacht zu Rande kommen, ein mexikanisches Stand-Off überleben und mit Tragödien wie dem Verlust von Hund, Pferd und Frau leben, solange einen nicht eine Stampede überrollt.

Im Grunde, wie schon angedeutet, unterscheidet sich "Spiel mir das Lied vom Munchkin" nicht sonderlich von den bisherigen Munchkin-Spielen. Die gleichen Regelmechanismen mit Bonus-gebenden Ausrüstungsgegenständen, hinderlichen Fallen und Monstern, die durch Spezialkarten verstärkt werden können. Auch die Kombination mit anderen Munchkin-Varianten ist möglich.
Die Illustrationen von John Kovalic sind auch diesmal wieder sehr passend zu den einzelnen Karten und werten das Spiel optisch deutlich auf, aber wirkliche Neugier auf die Karten kommt nicht auf.

So schnell und erfolgreich das Spielkonzept auch ist, so bekommt der Tester trotzdem das Gefühl, dass hier einfach nur versucht wird, ein weiteres Genre für die Spielreihe auszuschlachten, ohne dass dabei wirklich neue Ideen umgesetzt werden. Insofern können Fans der Reihe sich "Spiel mir das Lied vom Munchkin" beruhigt kaufen, ein Muss ist es allerdings nicht.




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