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Eketorp – Die Wikingerburg
Von Hendrik Ebbers

Rezension erschienen: 31.05.2008, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Dirk Henn, Verlag: Queen-Games, Seiten: , Erschienen: 2007, Preis: 35,00 Euro

Das Spiel Eketorp - Die Wikingerburg von Dirk Henn erschien bei Queen Games und ist für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren geeignet. Die Spieldauer beträgt etwa eine Stunde. Die Spieler verkörpern im Spiel Wikingerhäuptlinge, die ihre eigene Burg möglichst gut ausbauen müssen. Die hierfür benötigten Ressourcen lassen sich jede Spielrunde mit Hilfe der eignen Wikingerkrieger aufs neue erbeuten. Allerdings sind nicht nur die raren Rohstoffe heiß umkämpft. Zusätzlich muss man jederzeit mit dem Angriff eines Gegenspielers auf die eigene Burg rechnen. Daher gilt es die Aufteilung der zur Verfügung stehenden Truppen genauestens zu planen.

Neben einem Spielbrett, Sichtschirmen und Karten befinden sich mehrere Holzfiguren und Rohstoffsteine aus Holz in der Schachtel. Die Anleitung ist gut bebildert und bietet zu allen Regeln passende Beispiele. Bereits nach kurzer Zeit hat man die Regeln verinnerlicht und kann so die erste Partie beginnen.
Jeder Spieler verfügt über eine Wikingerburg auf dem Spielplan und je nach Spieleranzahl über fünf bis acht Wikingerfiguren. Die Wikingerburg ist zu Beginn des Spiels komplett ungeschützt und es beginnt der Kampf um die Rohstoffe, um die eigene Burg mit einer möglichst starken Mauer zu schützen. Hierfür verteilen alle Spieler ihre Wikingerfiguren auf einer kleinen Übersichtskarte hinter den Sichtschirmen. Man kann Wikinger einsetzen, um die eigene Burg zu schützen, eine feindliche Burg anzugreifen oder Ressourcen zu sammeln, die jede Runde durch eine zufällig gezogene Karte auf dem Spielplan verteilt werden. Haben alle Spieler ihren Zug vorbereitet, werden die Sichtschirme entfernt. Die Spieler setzen ihre Figuren nun an die entsprechenden Stellen auf den Spielplan. Wird ein Feld von zwei oder mehr Wikingern verschiedener Spieler belegt, so kommt es zum Kampf. Hierfür kommen die Handkarten ins Spiel, die jeder Spieler zu Beginn bekommen hat. Auf den Karten befinden sich Zahlen, die die Stärke der eigenen Wikinger angeben. Jeder Spieler legt nun verdeckt eine Karte. Der Spieler, der die höhere Karte gespielt hat, gewinnt den Kampf. Allerdings werden nach jedem Kampf die eingesetzen Karten zwischen den Kontrahenten getauscht. Die Differenz zwischen den beiden Kampfkarten gibt an, wie stark die Wikinger der Verliererseite im Kampf verletzt wurden. Je nach Höhe der Differenz scheiden Wikingerfiguren unterschiedlich lange aus. Die Kämpfe an den Wikingerburgen laufen analog ab. Sind alle Schlachten geschlagen können sich die Gewinner die erbeuteten Rohstoffe nehmen und diese in ihre eigene Burgmauer einbauen. Hat man den Angriff auf eine feindliche Burg gewonnen, kann man sich ein oberes Mauerstück der Burg nehmen und dieses in die eigene Mauer verbauen.
Das Spiel ist im Idealfall zu Ende, wenn ein Spieler seine Burgmauer komplett fertiggestellt hat. Spätestens endet Eketorp aber nach zehn Runden. Gewonnen hat der Spieler dessen Burgmauer die meisten Siegpunkte einbringt, wobei unterschiedliche Rohstoffsteine mit verschieden hohen Siegpunkten bewertet werden.

Fazit: Eketorp ist ein schnell zu erlernendes Taktikspiel, dass einige neue Ansätze, wie den Kartentausch nach dem Kampf, bietet. Für Gelegnheitsspieler ist das Spiel zu empfehlen. Für Strategen wird Eketorp aber durch die teils doch sehr eingeschränkten taktischen Möglichkeiten, die das Spiel bietet, wahrscheinlich schnell langweilig.




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