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Skorpion
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 09.02.2008, Serie: Belletristik, Autor(en): Richard Morgan, Verlag: Heyne Verlag, Seiten: 830, Erschienen: 2007, Preis: 9,95 Euro


Richard Morgan hat sich mit seinen ersten Romanen rund um das Konzept des abspeicherbaren Menschen einen guten Einstiegsruf erarbeitet. Mit Skorpion liegt nun sein fünfter Roman in der deutschen Übersetzung vor.

Die Menschheit ist schon vor einiger Zeit ins All, genauer gesagt zum Mars, aufgebrochen. Die Kolonisierung des roten Planeten ist in vollem Gange und die Western Colonisation Initiative, kurz COLIN, ist ein bedeutender Machtfaktor auf Mutter Erde geworden. Die alten USA haben sich aufgespalten und die UN kontrolliert mittlerweile eigene Gebiete. Im Laufe der Jahre wurden einige genetische Experimente durchgeführt und speziell für die Kriegsführung wurde die Variante 13 geschaffen, Menschen mit einem erhöhten Aggressionspotential und einer perfekten Eignung zum Krieger. Nachdem die Dreizehner ihren Zweck erfüllt hatten, stellte man sie vor die Wahl: Auswanderung zum Mars oder Internierung in Lager. Da den Dreizehnern nie die Menschenrechte zugesprochen wurden, war es ein Leichtes, das Ganze zu rechtfertigen.
Carl Marsalis gehörte zu den Dreizehnern, die zum Mars gingen, doch durch eine Lotterie gewann er das Recht, zur Erde zurückzukehren und sich dort als Beauftragter der UNGLA frei zu bewegen. Nun jagt Marsalis flüchtige Dreizehner und steht vor seinem schwierigsten Auftrag, denn der Dreizehner, den er im Auftrag der COLIN zusammen mit den Agenten Norton und Ertekin aufspüren soll, hat offenbar einen Plan und ein klares Ziel! Aber welches...?

Satte 832 Seiten dick ist das Taschenbuch aus dem Heyne Verlag, wobei das Coverbild nicht wirklich in Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches zu bringen ist. Die inhaltliche Aufteilung des Buches ist stimmig, aber ohne hervorstechende Elemente.

Skorpion ist nett geschrieben. Der Ansatz mit den eingesperrten Supermenschen, die näher am sozialen Ursprung der Menschheit stehen als die aktuelle Zivilisation, bietet einiges an Potential.
Dummerweise ist aber der Fluss der Geschichte eher zäh und die Figuren gewinnen einfach nicht an Farbe, trotz der detaillierten persönlichen Geschichten. Der Roman lässt einfach nicht die Spannung aufkommen, die den Romanen um Takeshi Kovacs innewohnte. Schade eigentlich, denn das Potential für eine wirklich spannende Geschichte ist gegeben. So ist es eben leider nur eine durchschnittliche Geschichte.




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