Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Rollenspiel » Warhammer Fantasy-Rollenspiel » Warhammer Fantasy RolePlaying (Englisch) » Old World Bestiary

Old World Bestiary
Von Gregor Mascher

Rezension erschienen: 30.12.2007, Serie: Rollenspiel, Autor(en): T.S. Luikart; Ian Sturrock, Verlag: Games Workshop Deutschland GmbH, Seiten: 128, Erschienen: 2005, Preis: 29,99


Sie kennen die Monster-Handbücher für Dungeons & Dragons? Dann wissen Sie ja auch, wie solche Bücher üblicherweise aufgebaut sind. Vergessen Sie das ganz schnell, denn das "Old World Bestiary" geht einen erheblich anderen Weg.

Das Buch ist in zwei Sektionen gegliedert. Die erste Hälfte besteht nur aus Flair-Material, mit einer allgemeinen Beschreibung und drei verschiedenen Sichtweisen auf das jeweilige Monster oder Ungeheuer. An erster Stelle steht dabei die Vorstellung des einfachen Volkes über das beschriebene Wesen. Hier spielen natürlich Aberglaube und von Generation zu Generation weitergetragenes Hörensagen eine große Rolle. Der zweite Blickwinkel ist der des Scholaren und Gelehrten. Wobei "Gelehrter" hier recht weit gefasst ist. Die Bandbreite reicht nämlich vom Altdorfer Universitätsprofessor über den Hexenjäger bis hin zum Skaven-Assassinen. Als dritter Blickwinkel kommen die Monster und Bestien selbst zu Wort. Das kann vom kurzen Gegrunze eines Tiermenschen über das Gequietsche eines Goblins bis hin zu den Ausführungen eines Dunkelelfen gehen und gibt teilweise Erstaunliches über die Sichtweise der Monster auf sich selbst wieder.

Die zweite Sektion behandelt die gleichen Wesen wie die ersten. Allerdings verschwinden diesmal die Flair-Informationen nahezu komplett zu Gunsten der spielrelevanten Daten. Hier findet der Spielleiter also die Profile der potenziellen Gegner, ihre Talente, übliche Bewaffnung und etwaige Sonderregeln.
Beide Sektionen beinhalten eine erhebliche Anzahl an Einträgen, von Chaos-Kultisten über Tiermenschen, Drachenoger, die verschiedenen Grünhaut-Rassen wie Orks und Goblins, Baummenschen und Warhawks bis hin zu Ogern, Pegasi und Banshees. Satte 50 verschiedene Wesen sind mit jeweils einem eigenen Eintrag versehen worden. Hinzu kommen noch Regeln für die so genannte Slaughter Margin, eine Regelung zum Einstufen der Gefährlichkeit eines Monsters, ähnlich dem Threat Rating bei D&D. Im Appendix findet der Leser noch Informationen über die verschiedenen Reittiere, die in der Alten Welt genutzt werden, sowie eine optionale Trefferzonen-Tabelle.

Wie die meisten Warhammer Fantasy-Rollenspiel-Bücher hat auch das "Old World Bestiary" 128 vollfarbige Seiten mit jeder Menge Artwork, das die Texte gekonnt unterstützt. Durch die Aufteilung in eine Regelsektion und eine reine Hintergrund-Sektion kann man das Buch entspannt durchlesen und Ideen für den Einsatz der Monster entwickeln, bevor man sich dem Regelpart zuwendet.
Die Inhalte sind hinsichtlich Layout und schneller Zugänglichkeit hervorragend präsentiert und dank der Aufteilung auch deutlich stressfreier nutzbar, als das bei manch anderen Kreaturen-Büchern der Fall ist.

Wer das Warhammer-Fantasy-Rollenspiel mag, wird am "Old World Bestiary" definitiv nicht vorbeikommen!




LORP.de Copyright © 1999 - 2019 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.